Online Depot Vergleich 2021 - die besten Broker

Welche Depot Bank eigent sich zum Anlegen in Aktien, ETF, CFD, Futures & Co.? Welches Konto ist kostenlos? Was macht einen guten Online Broker aus? Diese und mehr Fragen beantwortet dieser Artikel.

Online Depot Vergleich 2021 - die besten Broker

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von Georg Hartmann
Mein Stil: Swing, Day, Volume. Mein Motto: Börsenerfolg ist ein Handwerk, keine Wissenschaft. Wer ein Meister werden will muss jahrelang lernen, üben, anwenden und dann wieder von vorn anfangen.

Schnell zum richtigen Depot

Was möchtest Du mit deinem Konto tun?

Aktien handeln » ETF-Sparplan einrichten » Aktiv traden » Unkompliziert anfangen »

Wenn Sie mit Aktien handeln möchten, benötigen Sie einen Aktienbroker. Natürlich gibt es viele Anbieter auf dem Markt, die mit niedrigen Gebühren um Kunden werben. Anleger haben also die Qual der Wahl. Doch:

  • Wie genau unterscheiden sich die Angebote voneinander?
  • Hat jeder Broker tatsächlich niedrige Ordergebühren, oder gibt es irgendwo Kostenfallen?
  • Welcher bietet neben Aktien und ETF auch den Handel mit anderen Wertpapieren an?
  • Wo kann man einen kostenlosen Sparplan einrichten, und welcher Broker hat im Vergleich den besten Service?
  • Mit welchem Broker kann man besonders gut traden und welcher ist besser für die langfristige Geldanlage geeignet?

Das alles bietet dieser Broker Vergleich. Hier werden alle Kosten und Gebühren der Banken miteinander verglichen, damit sie die besten Konditionen für ihren ganz persönlichen Börsenerfolg bekommen.

Bester Aktien-Broker

Um mit dem Handel von Aktien zu beginnen, sollte man sich am besten unter den „klassischen“ Onlinebrokern umsehen. Das ist meine Top 3 für den Handel mit Fokus auf Aktien:

  1. Smartbroker: Auch wenn noch nicht lange als Marke auf dem Markt ist, ist dieser Discountbroker mit günstigsten 0€ Ordergebühren eine klare Empfehlung: Dahinter steckt die BNP Paribas, eine französische Großbank. Konkret: Wer Aktien im Wert von über 500€ je Order an einigen ausgesuchten Börsen handelt, zahlt hier im Vergleich zu anderen Brokern definitiv am wenigsten.
  2. Flatex: Für aktive Trader (mehr als ca. 20-30 Transaktionen im Jahr) ist vor allem zu nennen. Mit flatex-next handeln Neukunden Aktien, Hebelprodukte und ETF-Sparpläne unter 1.000€ Ordervolumen für 0,00€. Nach 6 Monaten des kostenlosen Handelns kostet hier eine Order nur 5,90€ flat (zuzüglich eventueller Fremdspesen). Der Vorteil von flatex ist vor allem, dass auch Stammkunden immer gute Konditionen bekommen! Vor allem Hebelprodukte sind dank Premiumpartner mit 0€ besonders gut handelbar!
  3. comdirect: Häufig wird auch das empfohlen. Als Direktbroker-Sparte der Commerzbank ist sie im Bereich der Kontensicherheit auch nicht die schlechteste Wahl! Allerdings sind die Ordergebühren nach einer vergünstigten Frist von 12 Monaten mit 9,90€ nicht gerade günstig. Daher ist dieses Depot eher für Händler mit wenigen, aber größeren Transaktionen sinnvoll.

Bester ETF-Broker für Sparpläne

Aktien-sparen ist beliebt wie nie. Einige Online Broker haben sich darauf spezialisiert und bieten Kunden besonders gute Konditionen für den monatlichen Sparplan an. Diese Broker sind meiner Meinung nach im Vergleich herausragend:

  1. flatex: Der Anbieter flatex bietet mit die größte Auswahl. Die Sparrate ist flexibel ab 25 Euro wählbar.
  2. ING: Die im Bereich der ETF-Sparpläne ebenfalls die Nase weit vorne: Einerseits können über 800 unterschiedliche ETF-Sparpläne für 0€ Ausführungsgebühr gehandelt werden, andererseits kann die Sparplanrate flexibel ab bereits nur 1€ geschehen. Das findet man selten!
  3. Smartbroker: Auch Smartbroker macht hier neben den günstigen Orderkosten wieder eine gute Figur. Die ist allerdings geringer: 279 kostenlose ETF-Sparpläne stehen zur Auswahl. Aber die beliebtesten sind auf jeden Fall dabei! Für die meisten Anwendungsfälle reicht das locker aus.

Seriöser CFD-Broker für aktives Trading

Wer einen guten und seriösen Online Broker für CFD-Trades benötigt, der sollte sich unbedingt an einen der großen und etablierten Anbieter der Branche wenden. Diesen Top 3 CFD-Brokern würde ich mein Geld jederzeit anvertrauen:

  1. etoro: Der Platzhirsch. An geht mittlerweile kaum noch ein Weg vorbei! Neben dem einfachen Handel per App bietet der Anbieter auch den Handel mit 100% ECHTEN Aktien für 0€ Kommission an. Ein weiterer Pluspunkt ist sind die große Copy-Trading Community. Hier sind also Trading und Investing unter einem Dach! (67% der Kleinanleger verlieren Geld, wenn Sie mit diesem Anbieter CFD handeln)
  2. IG Markts: , bezogen auf den Umsatz. Sein größter Vorteil: der Zugang zu über 17.000 globalen Märkten ist außergewöhnlich! Neben der eigenen APP bietet IG auch MetaTrader 4 - Zugang. Das ist vor allem für Algo-Trading interessant. (71% der Kleinanleger verlieren Geld, wenn Sie mit diesem Anbieter CFD handeln)
  3. FXCM: Der Anbieter ist ebenfalls ein extrem guter Allrounder, der zudem institutionelle Broker zulässt. Seine Stärke liegt einerseits in der großen Auswahl an Märkten, andererseits an der Möglichkeit, ihn über Schnittstellen zu nutzen: Er ist neben capital.com einer der wenigen Anbieter, die mit der beliebten TradingView-Plattform genutzt werden kann! (Zwischen 74% und 89% der Kleinanleger verlieren Geld, wenn Sie mit diesem Anbieter CFD handeln; Trader-Magazin agiert als Marketing Affiliate von FXCM EU LTD.)

Bester Handy-Broker

Das Mobile Brokerage ist dank starker Kursentwicklung der letzten Jahre und den immer jünger werdenden Investoren zu einem ganz neuen Geschäftsfeld geworden. Wer einen App-Broker nutzen möchte, sollte sich folgende Anbieter anschauen:

  • Trade Republic: Fast Provisionsfrei handeln per APP – Das hat quasi nach Deutschland gebracht. Als Marke von Lang und Schwarz bietet das Unternehmen Trades von über 9.000 Aktien und ETF für 1€ pro Trade an. ETF- und Aktien-Sparpläne sind kostenfrei möglich. Kleiner Wehrmutstropfen: Der Handel findet nur über sehr wenige Börsen statt. Hier kann es zu Nachteilen kommen, wenn das Produkt nur selten gehandelt wird. Dafür sind auch Crypos handelbar.
  • justTRADE: Der Newcomer des Jahres ist . Das Geschäftskonzept ist greift TradeRepublic scharf an: Über 3 deutsche Börsen (LS Exchange, Quotrix, tradegatexchange) und 4 namenhafte außerbörsliche Handelspartner (Citi, Socgen, UBS, Vontobel) lassen sich 8.500 Aktien und ETFs, sowie über 500.000 Zertifikate handeln. Damit gehört justTRADE zur TOP-Auswahl unter den Daytrade-Brokern.

Bester Crypto-Broker / Beste Crypto-Börse

Wer gerne Kryptowährungen handeln möchte, der braucht eine gute Plattform, die einerseits eine schnelle Tradeabwicklung verspricht, andererseits viele unterschiedliche Coins im Repertoire hat. Hier ist eine Auswahl:

Ob Bitcoin, Ethereum oder Dogecoin – Bei Kraken sind alle großen Währungen vertreten. Dank Account-Verifizierung auf internationalem Standard lassen sich sehr komfortabel Alle Währungen auch untereinander tauschen. Die Gebühren sind hier immer sehr niedrig, das OTC-Trading-Panel ist auch für den gehobenen Anspruch geeignet. Staking (das Verleihen und Zinsen Erwirtschaften von Cryptos) ist ebenfalls möglich!

Robo-Advisor & digitale Vermögensverwalter

Wer keine Lust auf aktiven Handel hat, aber sein Geld trotzdem sicher und breit gestreut anlegen möchte, der kann zu einem Robo-Advisor greifen. Hier werden oft wissenschaftliche Modelle zur Vermögenssicherung und zum Vermögensaufbau über automatisierte Systeme abgebildet.

Was ist ein Broker?

Der Begriff Broker ist Englisch und bezeichnet einen Makler oder einen Zwischenhändler. In diesem Fall vermittelt der Börsenmakler Kaufgesuche und Verkaufsgesuche zwischen 2 verschiedenen Parteien. Zum einen den Käufern (in diesem Fall Ihnen) und den Verkäufern (einem Wertpapierbesitzer, der das Papier entsprechend loswerden möchte).

Die Handelsobjekte können unterschiedlich sein. Üblich sind Aktien, Anleihen, Devisen oder Rohstoffe.

Er ist nötig da ein Anleger seine Orders nicht direkt an der Börse platzieren kann. Dabei ist es irrelevant, ob es sich um einen Privatanleger (auch Retail genannt) oder einen institutionellen Anleger handelt. Alle müssen Ihre Börsengeschäfte über einen dafür zugelassenen Vermittler laufen lassen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Broker. Jeder von ihnen ist auf eines oder mehrere Produkte spezialisiert. Ein Aktienbroker handelt vor allem mit Aktien, der Commodity Broker handelt vor allem Waren und Future-Kontrakte, und der Versicherungsbroker Versicherungen und Optionen. Natürlich gibt es auch viele Online-Broker, die mehrere dieser Produkte handelbar machen.

Was kann ein gutes Depot?

Um ein gutes Depot zu finden, ist es wichtig die unterschiedlichen Konditionen das Depots zu vergleichen. Natürlich denkt man zuerst an die Ordergebühren oder Kontoführungsgebühren. Doch das ist natürlich bei weitem nicht alles. Es gibt noch sehr viele weitere Dinge, auf die man achten sollte, wenn man den besten Broker finden möchte. Im Folgenden möchte ich auf die 12 wichtigsten Punkte eingehen.

Günstige Kosten und Gebühren

Einer der wichtigsten Aspekte in der Auswahl des richtigen Brokers ist die Kostenstruktur bei Nutzung seines Wertpapierdepots. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass nicht jede Depotbank das gleiche Gebührenmodell hat. Das ist in der Regel abhängig davon, Wer die Zielkundschaft des Brokerhauses ist. Firmenkunden bekommen meistens geringere Fixgebühren pro Kauf und Verkauf. Dafür besitzt ein Geschäftskontenmodell häufig eine sehr kleine Gebühr, die abhängig von der Anzahl der gehandelten Aktien ist.

Ordergebühren

Bei Privatkunden hat sich in der Regel eine Festpreisstruktur eingebürgert. Zumindest solange die Ordergröße einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreitet. Das ist abhängig von der Bank und dem Anlagekonto. In der Regel liegt diese Grenze bei einem Ordervolumen von zirka 10.000€ - 20.000€. Als Privatinvestor stößt man selten an diese Grenzen.

Doch auch der private Anleger sollte sich die Gebührenstruktur seines Brokers genau anschauen. Gerade bei einem Discount Broker gibt es häufig ein kleines Sternchen an dem Preis, der pro Trade ausgerufen wird. Denn nur weil eine Ordergebühr zum Festpreis von 3,90€ angepriesen wird, heißt es nicht, dass man immer nur diesen Preis bezahlt. Bei einem deutschen Onlinebroker ist der Betrag häufig auf deutsche Börsenplätze und den außerbörslichen Handel beschränkt. Fremdspesen von anderen Handelsplätzen werden dem Depotkunden trotzdem in Rechnung gestellt.

Depotführungsgebühr

Wir haben uns mittlerweile so sehr an kostenlose Depotkonten mit kostenloser Kontoführungsgebühr gewöhnt, dass man meinen sollte es gebe keine Konten mehr, die monatliche Führungsgebühren aufrufen. Doch das ist nicht der Fall.

Denn natürlich verdient ein Aktienbroker nur dann Geld, wenn ein Depotbesitzer auch aktiv handelt. Daher gibt es Depotkonten, die zwar in der Regel kostenlos sind, aber sofern ein Händler inaktiv wird, werden monatliche Depotgebühren fällig. Die Hürden sind allerdings in der Regel sehr niedrig. Als aktiver Händler wird man zum Beispiel bereits dann gezählt, wenn man in einem Quartal 2 oder mehr Threads durchführt. Und Dazu gehören auch Wertpapiersparpläne.

Zinsen und Negativzinsen

Selbst in den Zeiten, als es noch Zinsen gab, war es äußerst unüblich Zinsen auf einem Depotkonto zu bekommen. Vermutlich ist es auch sehr kompliziert den richtigen Zinssatz zu berechnen, wenn ein Kunde ein sehr aktiver Händler ist. Doch das ist für den Depot-Besitzer in der Regel auch nicht notwendig. Seine Art Rendite zu erwirtschaften ist von diesen Konditionen unabhängig.

Doch seitdem die Zentralbanken die Daumenschrauben angelegt haben und den Verwahrgesellschaften Negativzinsen in Rechnung stellen, werden diese immer häufiger an die Endkunden weitergegeben. Derzeit gibt es noch nicht viele Depotanbieter, die bereits ab dem ersten Euro negative Zinsen erheben. In der Regel beginnt das Verwahrentgelt für Einlagen über 100.000€ (stand Anfang 2021).

Die typische Zinshöhe liegt derzeit zwischen -0,1% und -0,5% pro Jahr. Und die Zeiten in denen Bargeld oder Sichteinlagen bei Banken toxisch sind haben gerade erst begonnen. Wir werden uns in nächster Zukunft wohl damit abfinden müssen, dass sich Banken einerseits die negativen Zinsen von ihrem Depotkunden zurückholen werden. Andererseits wird das Modell mit kostenlosen Handelskonten vermutlich auch nicht mehr so lange halten.

Hier liegt es in der Kreativität der Broker, wie sie ihre institutionellen Kosten verteilen. Ein denkbares Modell dafür ist, den Kunden einen Preisvorteil zu geben, wenn sie ihren Depotbestand an sogenannte Shortseller verleihen. Dies wird in der Praxis bereits durchgeführt und könnte ein denkbares Modell sein um die Kosten für Endkunden möglichst gering zu halten. Vielleicht bekommt der eine oder andere sogar noch einen kleinen Prozentsatz gutgeschrieben.

Gerade Buy & Hold - Investoren, die selbst keine Optionen handeln möchten, könnten davon profitieren.

Ein- und Auszahlungsgebühren

Anhand der Auszahlungsgebühren kann man einen seriösen online Broker gut erkennen. Denn dieser Posten sollte immer kostenfrei sein. Bei einigen Brokern ist das aber tatsächlich nicht der Fall. Vor allem im Bereich des CFD und Forex Handels werden diese Transaktionen gerne auch als Kostenfalle genutzt.

Sollte das Preis- Leistungsverzeichnis hier eine Gebühr vorsehen, dann sollte der Privatinvestor auf jeden Fall darauf achten, dass er wenigstens eine kostenfreie Auszahlungsmethode hat.

Sicherheit, Vertrauen und Regulierung

Grundsätzlich gilt: der menschliche Verstand sollte immer aktiv bleiben. Im Brokervergleich findet man Anbieter mit sowohl höheren als auch niedrigeren Gebühren. In meinem Vergleich achte ich sehr darauf, dass die Anbieter eine positive Reputation besitzen. Sollte man nun einen Anbieter finden, der absurd niedrige Gebühren erhebt, sollte man sich wenigstens einmal Gedanken darüber machen, womit dieser Broker sein Geld verdient.

Das muss zunächst nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Es kann ja zum Beispiel sein, dass ein online Broker ganz klar darauf hinweist, dass er die Aktien seiner Kunden an Shortseller vermietet. Sofern der Kunde den Vorteil der niedrigen Gebühren höher schätzt, als die damit verbundenen Risiken handelt es sich um eine win-win Situation und alles ist gut.

Hier rät sich immer eine Internetrecherche an. In der Regel gibt es heutzutage sehr viele intelligente Menschen, die dazu bereits ein Youtube Video gedreht haben.

Einlagesicherung

Der Einlagensicherung ist gerade bei uns deutschen zu Eine Art Gold Standard geworden. Die Einlagensicherung gilt dem Gläubigerschutz durch gesetzliche und freiwillige Maßnahmen, damit dem Bankkunden im Fall einer Insolvenz des Instituts nicht das ganze Geld verloren geht.

Sie gehört neben den Eigenkapital Vorschriften und der gegenseitigen Haftung innerhalb von Bankgruppen zu einer der tragenden Säulen unseres Geldsystems.

In Deutschland beträgt die Einlagensicherung pro Kunde und pro Institut 100.000€. Darüber hinaus bieten viele Depotbanken eine freiwillige Einlagensicherung durch den Einlagensicherungsfonds an. diese freiwillige Einlagensicherung beträgt nicht selten mehrere Millionen Euro.

Eröffnet ein Kunde sein Aktiendepot außerhalb von Deutschland, jedoch innerhalb der Europäischen Union, Ist er auch durch eine Einlagensicherung geschützt. Diese Einlagensicherung wird National organisiert und hat derzeit noch unterschiedliche Höhen. Wer sein Geld zum Beispiel von einer irischen Bank aus investiert, der hat aktuell eine Einlagensicherung von lediglich 20.000€. Dieses wird allerdings bis zum Jahr 2024 durch die EU-Richtlinien 2009/14/EG und 2014/49/EU zur Einlagensicherung angeglichen.

Aufsichtsbehörden

Damit im Finanz- und Kapitalmarkt alles seine Richtigkeit hat, gibt es die Aufsichtsbehörden. Auch hier ist in Europa eine nationale Aufsicht durch entsprechende Stellen absolute Grundvoraussetzung. In Deutschland ist die Bankaufsichtsbehörde bafin für die Einhaltung der Bankenregeln zuständig und die Börsenaufsicht und in den USA ist das die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), sowie für das Thema Wertpapiertransaktionen die SEC zuständig.

Die Bankenaufsichten sind für ein funktionsfähiges, stabiles und integres Finanzsystem zuständig. Sie kümmern sich darum, dass die Bankkunden größtmöglich geschützt werden und Anleger dem Finanzsystem vertrauen können. Sie sorgen für die Einhaltung geltender Gesetze. Jede Bank muss vor antreten einer Geschäftstätigkeit eine Erlaubnis von dieser Bankenaufsicht haben. Sofern es keine Compliance Abteilung gibt, die im Unternehmen alle geschäftlichen Tätigkeiten rechtlich überprüft, darf kein Unternehmen Finanzdienstleistungen anbieten.

Wer das doch tut, dem wird sehr schnell die Erlaubnis zur Geschäftstätigkeit entzogen. Sollte ein Verbraucher Zweifel an der Regulierung der nationalen Aufsichtsbehörde haben, kann dieser sich auf den Webseiten der Behörde über das Unternehmen informieren. Hier findet der Interessierte alles, was notwendig ist. Es ist dabei zu beachten, dass die einzelnen Kategorien der Geschäftstätigkeit genau beschrieben sind. Für jede einzelne dieser Kategorien benötigt das Institut eine Erlaubnis.

In dieser Hinsicht sind deutsche und europäische Anleger und Privatkunden bestmöglich geschützt. Auch die Regulierung börsennotierter Unternehmen und Marktteilnehmer ist allumfassend. Hier geht es zum Beispiel darum, auf welche Art und Weise Unternehmen Finanzberichte und ad hoc Meldungen zu veröffentlichen haben, und wann die Insolvenz anzumelden ist. Auch die Folge von Marktmissbrauch ist klar geregelt.

Die Überwachung der Preisbildungsprozesse ist eine der größten Aufgaben der Börsenaufsicht. Selbst private Investoren können schnell in den Fokus der Börsenaufsicht geraten. Gerade private Aktienhändler kennen nicht jede Regulierung. Oder wussten sie zum Beispiel, dass sie bei der Übertragung von Aktien von Elternteil auf das eigene Kind nicht einfach einen Verkauf und nahezu zeitgleichen Kauf der Gegenpartei durchführen dürfen? Das ist bereits Marktmanipulation und kann durch die Börsenaufsicht geahndet werden!

Wer also ein online Depot eröffnen möchte, der sollte im Zweifel immer bei den Aufsichtsbehörden nachschauen, ob der gewünschte Broker auch zugelassen ist.

Der gute Ruf

Wer einen umfassenden online Depot Vergleich durchführen möchte, sollte sich auch die Reputation der anvisierten Bank anschauen. Schauen sie doch einfach in Foren und auf Bewertungsportalen nach, wie andere Menschen darüber sprechen. Doch Vorsicht: Sie sollten sich nicht von einzelnen negativen Bewertungen eines Aktiendepots irritieren lassen, wenn es auch mal ein paar negative Meinungen gibt. Wie wir alle wissen, kann nicht immer jeder Kunde zufrieden sein.

Doch wenn häufiger das Wort „Betrug“ in den Mund genommen wird, sollte man besonders vorsichtig sein. Im Finanzbereich sollte man sich nicht mit zwielichtigen Depot Brokern abgeben. Auch hier gilt: im Zweifel lieber einen anderen Broker wählen.

Auch die Test - Zeitschrift Finanztest nimmt sich dem Thema in regelmäßigen Abständen an.

Wenn sie besonders auf Sicherheit bedacht sind, dann wählen sie besser auch keinen neuen Broker ohne Reputation. Denn wer weiß schon wie sich diese Broker entwickeln.

Die richtigen Produkte handelbar

Eines der essenziellsten Vergleichskriterien ist die Handelbarkeit der gewünschten Produkte. Wie bereits vorher erwähnt, kann nicht jeder Broker jedes Produkt handeln. Das hängt zum einen damit zusammen, welchen Zielkunden die Depot Broker anvisieren, und zum anderen am der sehr aufwendigen Erlaubnispflicht für jedes einzelne Handelsprodukt.

Die meisten Menschen suchen einen Aktien-Broker. Dieser bietet, wie der Name bereits sagt, die Möglichkeit Unternehmensanteile zu handeln. Sollte der Kunde darüber hinaus etwas handeln wollen, so muss er natürlich darauf achten, dass das auch bei seinem Depot Broker möglich ist. mittlerweile gibt es für nahezu jedes handelbare Produkt auch einen Broker Vergleich. Ob das nun Aktien, Zertifikate, CFD, Futures, oder Forex ist.

Selbst und gerade für Kryptowährungen schießen die online Broker aus dem Boden. Um Bitcoin, Ethereum oder ripple zu handeln findet der interessierte Anleger schnell weit über 100 Broker. Wie sicher oder unsicher diese sind, das kann ich nicht beurteilen. Die Besonderheit liegt darin, dass sich Nutzer bei diesen Plattformen anmelden und dort handeln können, das Geld aber in der Regel in privaten Wallets liegt. Damit haben die Krypto Broker weniger regulatorischen Aufwand. Denn sie sind streng genommen keine Finanzverwalter.

Ein- und Auszahlungen

Wer über das Geld anderer verfügt, der muss über jeden Verdacht erhaben sein. Dazu gehört auch, dass sich ein Depot Broker nicht übermäßig viel Zeit einräumt, um Einzahlungen oder Auszahlungen auf den Konten zu verbuchen. In der Regel dauert die Buchung auf einem deutschen Konto nur einen, maximal jedoch 3 Werktage.

In Zeiten wie diesen ist eine spätere Buchung nicht mehr akzeptabel. Der Trend geht sogar eher in die andere Richtung. Die neueren Fintech Unternehmen bieten teilweise sogar eine live Verbuchung an. In spätestens 5 Jahren wird das vermutlich zum Alltag gehören.

Einfache Tradeeingabe

Bei der Möglichkeit einen Trade einzugeben, gibt es sehr große Unterschiede. Einige Plattformen haben den ganzen Handelsverlauf sehr gut und einfach abgebildet. Selbst ein Laie, oder ein Neuling kommt schnell mit der Eingabemaske zurecht. Bei anderen Brokern wiederum kann es zu einer Wissenschaft werden oder sehr langwierig sein, einen Trade einzugehen. Hier tun sich vor allem die klassischen Banken schwer. Online Broker ohne klassisches Filialnetz sind hier in der Regel besser aufgestellt.

Aber nicht nur das intuitive Verständnis ist ausschlaggebend. Jeder Broker hat eigene Bezeichnungen für spezielle Ordertypen. Das kann sehr schnell Verwirrung stiften. Für einen guten online Broker sollte daher die Maxime gelten, dass sie ihre Eingabemaske kundenspezifisch eingestellt haben. Wer vor allem Endkunden bedient, muss entsprechend auch eine einfache und intuitive Bedienoberfläche anbieten. Profis hingegen haben gänzlich andere Anforderungen. Hier muss es viel mehr Einstellungsmöglichkeiten geben. Auch braucht ein Profi nicht so viele Kontrollmechanismen, um Eingabefehler zu vermeiden. Denn wenn etwas schiefläuft, sind vor allem die privaten Endkunden besonders rechtlich geschützt. Als Geschäftskunde muss man zunächst vom eigenen Fehler ausgehen.

Anzahl und Qualität der kostenlosen ETFs

Viele Kunden nutzen einen online Broker Vergleich, um ihren Aktiensparplan einzurichten. Auf diese Art von Kunden haben sich einige Broker besonders eingestellt. Sie bieten den Kunden nicht nur die Möglichkeit, einen komfortablen regelmäßigen Sparplan einzurichten, sondern sie bieten auch häufig die Möglichkeit dies besonders günstig oder sogar kostenlos zu tun. Im Brokervergleich sollte dies ebenfalls mit angegeben sein.

Es ist dabei zu beachten, dass diese kostenfreien ETFs nicht immer kostenfrei bespart werden können. Einige online-Broker bieten nur aktionsweise kostenfreie ETFs an.

Es gibt auch noch einen Unterschied zwischen den Brokern. Und zwar, wenn es um die Splittung des gewünschten Sparvolumens geht. Denn normalerweise kann immer nur mindestens ein Anteil einer Aktie oder eines Fonds gehandelt werden. Eher mittelmäßige Broker bieten dies auch weiterhin an. Innovativere Produkte erlauben es dem Anleger hingegen, nur Bruchteile eines Fonds oder eine Aktie zu kaufen. Dies ist weniger notwendig, wenn es um Aktien für ein paar Dollar oder Euro geht. Aber wer zum Beispiel in Amazon investieren möchte, muss direkt 3000€ hinlegen.

Dann ist diese Splittung sehr von Vorteil. Doch es gibt noch einen weiteren Vorteil. Die meisten Neuinvestoren besparen monatlich eine feste Summe. Bisher war es nur möglich so lange zu warten bis mindestens ein voller Anteil gekauft werden konnte. Der Rest des Geldes blieb erst einmal auf dem Verrechnungskonto liegen. Dank Splittung in kleine Anteile ist dieser Rest jeden Monat nur ein sehr geringer Centbetrag.

Achten sie auch darauf, welche ETFs handelbar sind. Wenn sie bereits eine Vorstellung haben, in was sie investieren möchten, dann schauen sie genau in die Liste der kostenlos handelbaren Fonds. Denn es wäre doch schade, wenn man die Wahl zwischen 2 guten Brokern hat, und dann ein Teil seiner Rendite umsonst abgibt. Dieses Kriterium sollte natürlich nicht das einzige sein. Doch es kann ein gutes zusätzliches Argument für oder gegen einen online Broker sein.

Handelsplätze und Direkthandel

Auch wenn es der Neuling nicht unbedingt so wahrnimmt, aber es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen den Brokern. Denn jedes Handelsinstitut ist an unterschiedlichen Börsen angeschlossen. Das macht auch nicht unwesentlich einen Teil der Ordergebühren aus.

Es gibt zum Beispiel diesen mobilen Broker, der mit besonders günstigen Gebühren wirbt. Die Ordergebühren liegen bei nahezu 0. Doch wenn man sich diesen Broker genauer anschaut, dann zeigt sich schnell, woran das liegt. Denn der Inhaber der Brokerage-App ist nicht nur ein großes Handelshaus, das über diesen Kanal seine Derivate vertreibt, sondern er bietet den Handel auch nur über eine einzige deutsche Börse an. Dadurch fällt einerseits die Vergleichbarkeit der Preise auf anderen Börsen weg, und andererseits kann der Händler unter Umständen einen zu hohen Spread erhalten. Damit wird die Spanne zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs bezeichnet. Je höher diese Spanne ist, desto schlechter ist das für den privaten Händler. Nun ist diese Börse auch nicht gerade die größte und liquideste Börse in Deutschland.

Andere online Broker bieten ihren Kunden die Möglichkeit, an unterschiedlichen Börsen zu handeln. Hier kann man sich diejenige Börse heraussuchen, welche die besten Konditionen hat.

Und es geht sogar noch besser. Wer etwa ein Derivat kaufen möchte (wie Zertifikate oder Optionsscheine), der kann dies am besten über den Direkthandel machen. Unter Direkthandel versteht man die Möglichkeit, mit der ausgebenden Bank (dem sogenannten Emittenten) zu handeln. Bei diesen strukturierten Produkten bekommt man dann auch den besten und fairsten Preis. Ein Zweithandel über öffentliche Börsen ist immer mit viel schlechteren Konditionen verbunden.

Einfache Kontoeröffnung

Man sollte sich nichts vormachen: ein Online-Depot-Konto zu eröffnen ist immer mit sehr viel Aufwand und Papierkram verbunden. Dank starker Regulierung durch Bafin und Börsenaufsicht werden viele Seiten an Daten abgefragt. Dazu gehört zum Beispiel auch der Fragebogen zur Klärung der Eigenschaft zur US-Person. Diese Angaben sind bei jedem Broker Pflicht. Auch die Handelserfahrung mit den unterschiedlichen Produkten wird zwingend abgefragt.

Doch jeder Broker macht dies auf seine eigene Weise. Während eher klassische Broker darauf bestehen, dass die erforderlichen Unterlagen ausgedruckt und per Post eingesendet werden, machen modernere Broker dies vollkommen digital und papierlos. Selbst das manchmal etwas lästige Postident-Verfahren wurde mittlerweile modernisiert und kann nun als Videoident-Verfahren mit dem Smartphone direkt live erledigt werden.

Durch diesen Umstand ist es mittlerweile möglich, ein Konto innerhalb von nur 10 Minuten komplett zu eröffnen. Sofern man ein Girokonto oder anderweitiges Verrechnungskonto hat, das Liveüberweisungen anbietet, kann man auch sofort lostraden.

Schneller Depotübertrag

Hin und wieder verändern sich die Anforderungen an ein Depotkonto. Dann ist es notwendig zu kündigen und von einer Bank zur anderen zu wechseln.

Weiter oben wurde auch schon mal erwähnt, dass die Übertragung von Aktien und anderen Wertpapieren nicht einfach durch Verkauf und anschließendem Kauf erledigt werden kann, da man es dann schnell mit der Börsenaufsicht zu tun hat.

Daher ist ein Depotkonten-Wechsler darauf angewiesen, dass sein neues Institut den Übertrag des alten Depots schnell und komplikationsfrei durchführt. Wie lange ein solcher Wechsel dauert, ist im Online-Depot-Vergleich leider nicht angegeben. Wechselwillige Kundschaft sollte sich daher direkt auf den Seiten der Depot-Broker informieren, oder bei der Telefon Hotline persönlich nachfragen. Letztlich ist es auch immer eine Frage, von welchem Anbieter man wechselt. Da ist natürlich auch der alte Depotanbieter ein Faktor.

Transparenz: Leistungsverzeichnis

Manchmal kommt es vor, dass ein Broker eine nur sehr rudimentäre Internetpräsenz hat. Das ist in den heutigen Zeiten sehr ärgerlich. Und es zeigt einem potenziellen Kunden auch nicht unbedingt, dass er dem Anbieter Vertrauen sollte.

Vorbildliche Broker haben auf ihren Internetseiten ordentliche und umfangreiche FAQ, die möglichst viele Fragen beantworten. Es sollte auf jeden Fall auch ein ordentliches Leistungsverzeichnis geben. In diesem Verzeichnis sollten alle möglichen Leistungen abgebildet sein.

Arten von Depotkonten

Wie ich bereits in dem Abschnitt „einfache Trade-Eingabe“ angesprochen hatte, gibt es unterschiedliche Arten von Händlern. Da gibt es einerseits die privaten Händler, die auf eigene Rechnung arbeiten. Für alle diese Kleinanleger (es können natürlich auch sehr gut betuchte Kleinanleger sein) gibt es bei nahezu jeder Bank das richtige Wertpapierkonto. Der Endkundenmarkt hingegen ist mit der größeren Auswahl gesegnet.

Hier unterscheidet man zwischen einem Einzelkonto, einem Gemeinschaftskonto und dem sogenannten Kinderdepot.

Etwas schwieriger wird es bereits, wenn man ein Firmendepot eröffnen möchte. Auch die Öffnung eines Margin-Kontos ist mit etwas hören Hürden verbunden. Wobei zweiteres derzeit dank gütlicher Marktlage für viele im Rahmen des Möglichen liegt.

Wertpapierdepot

Das private Einzelkonto steht allen Kleinanlegern zur Verfügung. Der Online-Depot-Vergleich bietet für diese Art von Aktiendepot eine sehr gute Übersicht. Die Banken buhlen derzeit regelrecht um neue Kundschaft und unterbieten sich mit immer niedrigeren Handelsgebühren.

Auch Trading-Guthaben in Höhen bis 300€ sind keine Seltenheit. Grundlegend sind die Konditionen für Privatinvestoren in den letzten Jahren immer weiter gesunken. Teilweise ist es für aktive Händler sogar möglich, so niedrige Gebühren zu bekommen, wie es sonst nur große und professionelle Händler eingeräumt wird.

Neobroker - Mobile „Lifestyle“ Broker

Ein klassisches Depot für absolute Einsteiger ist beispielsweise Trade Republic. Dieses mit dem Mobiltelefon verwaltete Handelsdepot ist vermutlich jedem Einsteiger bekannt. Der Anbieter kopiert mit seinem Angebot die erfolgreichen „Gamification“-Depots aus der USA.

In diesem Marktsegment gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Konkurrenten: neben dem auch in Deutschland bekannten und berüchtigten Anbieter Robinhood sind auch Tradestation, Webull, TD ameritrade, Moomoo und weitere in den USA aktiv.

Auch in Deutschland wagen sich immer mehr provisionsfreie Handybroker oder Low-Cost-Broker an den Markt. Neben Trade Republic sind auch Anbieter wie justTRADE, Trading 212, nextmarkets, Scalable Capital zu nennen. Hier liegt der Fokus häufig im Bereich des Lifestyles und weniger im ernsthaften Investment.

Für einen Anfänger, der erstmal ein wenig Börsenluft schnuppern möchte, ist ein derartiges Konto jedoch ausreichen. Möglicherweise entwickeln sich diese Broker auch in den nächsten Jahren zu einer echten Alternative zum Haupt-Depot?

Discount Broker

Ernsthaftere Aktienbroker sind ebenfalls mit einer sehr großen Auswahl vertreten. Hier sind bekannte Marken wie onvista, DKB, Commerzbank, Postbank, ING, S-Broker, 1822direkt, Consorsbank, Smartbroker oder Targobank zu nennen.

Im Vergleich zu den mobilen Brokern mit besonders günstigen Ordergebühren bieten diese Broker häufig eine bessere Verfügbarkeit an Handelsplätzen an. Zudem ist bei der reinen Nutzung von Handy-Apps ein großer Teil der Useability eingeschränkt. Hier können die Discount Broker punkten.

Auch wer regelmäßig Kontenunterlagen für Steuern oder Tradeaktionen-Verbuchung abrufen möchte, ist bei den "echten" online Brokern besser aufgehoben. Nicht zuletzt halte ich das Clearing für vertrauenswürdiger.

Die Kosten pro Trade belaufen sich hier In der Regel auf einen Betrag zwischen drei und 10€. Die Depotführung ist fast immer kostenlos.

Zudem lassen sich die Broker unterschiedliche Alleinstellungsmerkmale einfallen. Flatex beispielsweise bietet den Handel mit Zertifikaten über bestimmte Silber-Partner, Gold-Partner und Platin Partner zu besonders günstigen Preisen (oder kostenlos) an. Das sind namentlich bekannte und renommierte Banken wie Vontobel, BNP Paribas, HSBC, Morgan Stanley, Société Général, UBS und Goldman Sachs.

Die Möglichkeit ETFs kostenlos zu besparen bieten dank außerordentlicher Beliebtheit mittlerweile sehr viele dieser Broker an. Vereinzelt und seltener hingegen ist die Gewährung von (zeitlich oft befristeter) Boni für den Handel mit Aktien. Einige Broker gewähren ein kleines Kontingent an kostenlosen Ordern, andere werben hingegen mit Orderguthaben.

Zielgruppen sind vor allem ernsthaftere Anleger, die Wert auf Nutzerfreundlichkeit legen und langfristige Sparer.

Profibroker

Auch im privaten Endkundensegment gibt es Broker für Kunden mit besonders professionellen Anforderungen. Der vermutlich größte Direktbroker der Welt, Interactive Brokers, kommt hier in Frage.

Bei diesem Anbieter können Kunden mit extrem günstigen Ordergebühren rechnen. Zudem ist nicht nur der Handel mit Aktien, Anleihen oder anderen relativ sicheren Wertpapieren möglich. Interactive Brokers bietet ebenfalls die Schnittstelle zu den Produkten von „den großen Jungs“. Das sind namentlich Future-Kontrakte und Optionen.

Dank nationaler Kooperationen kann ein Endkunde auch bei sogenannten Introducing Brokern vorstellig werden. Das sind namentlich Lynx Broker, Captrader, Banx Broker oder ARMO Broker. Hier sind zwar die Ordergebühren und andere Kosten leicht höher, dafür stellt der deutsche Ableger gültige Steuerformulare aus. Ein kleiner Tipp am Rande: Wer ein aktiver Händler ist, sollte sich mit dem Kundensupport In Verbindung setzen. Denn nicht selten lässt sich etwas an den Preisen machen.

Wer mit Interactive Brokers handeln möchte, der sollte weniger Wert auf die Nutzerfreundlichkeit legen. Das von IB entwickelte Orderterminal namens TWS gilt als der Standard bei professionellen und auch institutionellen Händlern. Die Nutzungsmöglichkeiten sind enorm. Ein Laie kann sich jedoch auch schnell verklicken und eine Aktion durchführen, die er nicht beabsichtigt hat. Daher sollte die Nutzung definitiv vorher gelernt werden. Dazu kann man ein Demokonto anlegen.

Europäische Kunden werden derzeit von der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Interactive Brokers IE aus Irland betreut. Vor Durchführung des Brexit war das noch der britische Ableger.

Kinderdepot

Zu Großmutters Zeiten war es noch üblich seinen Enkelkindern ein Sparkonto zu schenken. Damit sie sich beizeiten einen Führerschein, ein Auto oder das Studium leisten können. In Zeiten extrem niedriger Guthabenzinsen macht das natürlich sehr wenig Sinn. Auch Versicherungen oder andere Finanzprodukte wie geschlossene Fonds sind eher zweite oder dritte Wahl.

Daher ist es für Eltern vermutlich nicht die schlechteste Idee, den Kindern schon früh ein Kinder Depot einzurichten. Hier können die Eltern, Großeltern oder bekannte das Taschengeld oder das Geburtstagsgeschenk / Weihnachtsgeschenk hin überweisen. Dabei ist zu beachten, dass das Geld nach Geldwäschegesetz zunächst auf dem (Giro-)Verrechnungskonto verbucht werden muss, um erst im zweiten Schritt auf das Depotkonto überwiesen werden darf.

Ein ordentliches Setup mit entsprechender automatischer Anlage in passive ETF kann den Verwaltungsaufwand äußerst niedrig halten.

Außerdem können die Kapitalanlagen der Eltern für ihre Kinder von den Steuerfreibeträgen eines jeden Individuums profitieren. Denn auch jedes Kind hat ein Anrecht auf den vollen staatlich zugesicherten Freibetrag auf Kapitalerträge und Einkommen. Was derzeit für Zinseinkünfte bei 801€ liegt.

Darüber hinaus lassen sich auch Steuern vermeiden, sofern das Kind keine weiteren eigenen Einkünfte hat. Durch die Möglichkeit einer sogenannten Günstigerprüfung lässt sich in der Steuererklärung des Kindes ein durch die Investmenttätigkeit über 801€ liegender Betrag als Einkommen festlegen.

Damit können sogar mehrere tausend Euro von der Steuer befreit werden. Genauere Details sollte man mit seinem Steuerberater absprechen.

Somit kann ein online Depot mit einem ausschüttenden Dividenden ETF eine sehr gute Möglichkeit sein, seinem Kind schon frühzeitig und steueroptimiert Kapital zukommen zu lassen.

Das besondere bei einem online Kinder Depot ist, das die Erziehungsberechtigten bis zum 18. Lebensjahr vollen Zugriff haben. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass das auf dem Konto liegende Geld absolut und vollkommen Eigentum des Kindes ist!

Ein über das Konto verfügender Erziehungsberechtigter darf lediglich verwalterische und treuhänderische Tätigkeiten durchführen. Bei einem derartigen Konstrukt dürfen die Eltern auch in Notzeiten nicht ohne explizites Einverständnis des Kindes über das Geld verfügen. Nach Vollendung des 18 Lebensjahres kann das Kind allein und zu hundert Prozent darüber verfügen.

Wer das nicht möchte, der sollte ein Zweit- oder Drittdepot über den eigenen Namen führen.

Die Eröffnung eines Kinderdepots ist bei jedem Discount-Broker möglich. Hierzu müssen bei Kontoeröffnung alle Erziehungsberechtigten einen Antrag stellen. Im besten Fall haben die Eltern bereits beim selben Institut ein Konto. Somit kann man über seinen eigenen Zugang auch die Verwaltung des Kinderdepots durchführen. Ein guter Anbieter dafür ist zum Beispiel flatex.

Gemeinschaftsdepot

Als Ehepaar oder feste Lebensgemeinschaft kann man sich auch für ein Gemeinschaftsdepot entscheiden. Hierauf haben beide Inhaber individuell Zugriff, müssen jedoch alle Transaktionen miteinander abstimmen.

In der Regel sind auch hier die Discount Broker oder Filialbroker eine gute Anlaufstelle. Die Eröffnung eines online Depot-Kontos erfolgt genauso wie bei einem Einzeldepot. Der einzige Unterschied liegt darin, dass beide Konteninhaber sowohl Angaben über ihren persönlichen Kenntnisstand als auch ihre US Persona machen müssen. Auch das Postident-Verfahren muss von allen Besitzern durchgeführt werden. Die Risikoeinstufung bei Kontoeröffnung richtet sich dann nach dem Kenntnisstand der weniger kenntnisreichen Person.

Steuerlich können alle Depotinhaber ihren Sparerfreibetrag ansetzen Und ihn damit auf 1602€ erhöhen.

Zweitdepot / Unterdepot

Manchmal ist es notwendig ein Zweitdepot zu eröffnen. Allerdings kann dies nicht bei jedem Broker durchgeführt werden. Sollte ein Anleger bereits vor Eröffnung des ersten Depots nicht ausschließen, ein zweites Depot bei derselben Bank eröffnen zu wollen, sollte er das individuell auf den Seiten der Depotbanken nachschlagen. Im Vergleich ist dies leider nicht explizit angegeben.

Einer der Hauptgründe ein zweites Depot zu eröffnen ist die unterschiedliche steuerliche Handhabung durch die Einführung der Abgeltungssteuer. Diese Steuer sieht vor, dass Wertpapiere mit einem Kaufdatum vor dem 1.1.2009 von der Abgeltungssteuer befreit sind. Sie besitzen einen uneingeschränkten Bestandsschutz.

Doch dieser Grund tritt langsam aber sicher in den Hintergrund. Viele Neukunden wünschen sich ein Zweitdepot oder wenigstens ein Unterdepot, um 2 Strategien unabhängig voneinander durchzuführen. Denkbar wäre ein konservatives Rentendepot, auf welches die monatlichen Sparbeträge investiert werden und ein zweites aktives Trading Konto, wo man sein Geschick mit Spielgeld in riskanteren Anlagen trainiert.

Es wäre natürlich sehr wünschenswert, wenn sich unsere Politik endlich dem Thema privater Vorsorge durch Aktien und Fonds annehmen würde. Ein Konzept wie in den USA wäre ideal: Statt den Versicherungen, wie in Deutschland durch Riester oder Rürup horrende und die Rendite fressende Gebühren in den Rachen zu werfen, kann ein amerikanischer Anleger einen Roth 401k Konto eröffnen, wo er selbstverwaltend in seinen Ruhestand investieren kann.

Grundsätzlich sollte man sich natürlich Fragen, ob diese beiden sehr unterschiedlichen Strategien überhaupt bei demselben Depot Broker durchgeführt werden sollten. Denn nicht selten sind die Konditionen bei den Kontenmodellen für passive Investments nicht unbedingt auch für aktive Trader geeignet. Und umgekehrt gilt dies auch.

Beispielsweise ist der Anbieter Flatex vor allem auf aktivere Händler spezialisiert. Durch die Silber-, Gold- und Platinpartner ist es hier sehr günstig Zertifikate und Optionsscheine zu handeln. Möchte man hingegen langfristige Anlagen durchführen, kann der Negativzins ab dem ersten Euro oder ein Verwahrgeld die Rendite schmälern.

Zum derzeitigen Zeitpunkt (Februar 2021) lässt sich bei diesen deutschen Brokern ein Zweitdepot oder Unterdepot zu eröffnen:

  1. Comdirect
  2. Max Blue
  3. consorsbank
  4. targobank
  5. S-Broker
  6. Flatex

Firmendepot / GmbH Depot

Häufig kann man in einschlägigen Facebook-Gruppen die Frage nach einem ordentlichen Geschäftskunden Depot finden: Broker für Geschäftskunden (Unternehmen wie OHG, KG, AG oder GmbH, sowie selbstständige als Einzelunternehmen) sind aufgrund der erhöhten Anforderungen etwas seltener zu finden.

Schon bei der Eröffnung des Kontos müssen Geschäftskunden eine höhere Hürde nehmen. Denn um ein ordentliches Unternehmens Depot zu eröffnen Bedarf es viele Unterlagen:

  • Ein Antrag für juristische Personen und Rahmenvereinbarung über Geschäfte in Finanzinstrumenten.
  • Unterschiedliche Angaben nach Geldwäsche Gesetz (GwG), wie etwa die im Januar 2018 eingeführte LEI-Nummer (Legal Entity Identifier).
  • Depotvollmacht für juristische Personen.
  • Selbstauskunft für Rechtsträger.
  • Wie auch im Privatkundenbereich übliche Legitimation über Postident und Angaben über Kenntnisse und Erfahrungen.
  • Registerauszug.
  • Nachweis über Gesellschaftsstruktur (Gesellschaftsvertrag).

Dieses Geschäftsfeld wird für die Broker vermutlich in der nächsten Zeit an Bedeutung gewinnen. Denn seit Anfang 2020 versucht unser Finanzminister Olaf Scholz den Handel von professionellen Produkten wie Futures und Optionen, aber auch von seiner Meinung nach kritikwürdigen Endkundenprodukten wie Zertifikaten und Optionsscheinen im privaten Bereich unattraktiv zu machen.

Hierzu wurde ein äußerst umstrittenes Gesetz verabschiedet, welches in Fachkreisen nur auf Kopfschütteln stößt (und eine Verfassungswidrigkeit derzeit nicht auszuschließen ist). Darin wird die Anrechenbarkeit von Verlusten ab einer gewissen Schwelle nicht mehr erlaubt.

Als Resultat werden viele der betroffenen vermutlich entweder das Land wechseln und ihr Kapital mitnehmen, oder sie lagern ihre Handelsaktivitäten in eine GmbH-Struktur um.

Ab einer bestimmten Größe lassen sich so tatsächlich im Vergleich zur neu geschaffenen Situation Steuern sparen. Aber es gibt auch weitere Vorteile, die eine GmbH-Struktur mit sich bringt. Dazu gehört etwa die Haftungsbeschränkung für Gemeinschaften mit bedingter Haftung, die Möglichkeit der steuerlichen Absetzung von Seminaren, Ausbildungen, Fachliteratur, Büroeinrichtung, Reisekosten, et cetera.

Als eine der ersten Anlaufstellen um ein Firmenkonto zu eröffnen, sehe ich einen der Introducing Broker von Interactive Brokers an. Das können wir vorher erwähnt die Anbieter Captrader, LYNX Broker, Banx oder ARMO Broker sein. Der Vorteil hier liegt vor allem in der Möglichkeit ein Margin-Konto zu erhalten.

Zudem ist die steuerliche Buchung jedes einzelnen Trades täglich über eine Schnittstelle automatisierbar. Erste spezialisierte Anbieter wie RIDE Capital GmbH können diese automatisch in ihr Buchungssystem einbinden. Damit sollte ein großer Teil der administrativen Tätigkeiten der GmbH bezüglich der Dokumentation von Firmenereignissen abgenommen werden können. Denn häufig werden die Pflichten einer GmbH heruntergespielt.

Andere Anbieter für das Firmendepot sind bekannte Marken wie Consorsbank, comdirect und S-Broker. Hier muss auf einen Marginkonto verzichtet werden. In der Regel liegen die Kondition gleich gelagert zu denen von privaten Kunden.

Margin Konto

Im Zusammenhang mit den Profibrokern ist bereits das Wort „Margin“ gefallen. Im Finanzumfeld kann die Magin auch als Spielraum oder Toleranz bezeichnet werden. Umgangssprachlich würde man auch Wertpapierkredit sagen (wobei wertpapierbesicherter Kontokorrent-Kredit korrekter wäre). Denn die Gewährung einer Margin bedeutet, dass der Konteninhaber mit einer bestimmten Kontogröße zum Beispiel das Doppelte seiner Einlage handeln kann.

Dabei wird häufig unterschieden zwischen der Einstiegsmargin und der Halte-Magin. Die Einstiegsmargin ist meistens geringer. Erst wenn ein Produkt über Nacht gehalten wird, wird die Halte-Magin herangezogen.

Der Grund für den Unterschied ist, dass ein Händler Intraday in der Regel viel schneller reagieren kann. Wird ein Kontrakt über Nacht gehalten, können sogenannte Gaps entstehen oder die Volatilität des Produktes in die Höhe schnellen. Das kann verheerende Folgen für das Depotkonto haben.

Diese Magin ist vor allem im Future-Handel üblich. Sie beträgt dann nicht selten auch nur ein Zehntel des gehandelten Wertes. Ein Beispiel:

Angenommen ein Händler hat ein online Depotkonto mit 100.000€ kapitalisiert. Er möchte damit nun möglichst viele Aktien à 100€ kaufen. Dann könnte er mit einem normalen Konto exakt 1000 Anteile kaufen. Doch mit einem Margenkonto erhöht sich das maximale Kaufvolumen zum Beispiel um 1:5. Das bedeutet in dem Beispiel könnte der Händler ganze 5000 Anteile kaufen. Diese hätten einen Gegenwert von 500.000€.

Diesen direkten Wertpapierkredit bietet natürlich nicht jede Bank an. Vor allem Endkunden haben aus berechtigter Sorge über eine Überhebelung keinen Zugriff auf derartige Konstrukte.

Jedoch können auch privater Investoren über einen kleinen Hebel verfügen. Denn was viele Anleger nicht wissen, ist dass sie sich bei einigen Anbietern relativ schnell und unkompliziert einen Wertpapierkredit andienen lassen können, welcher zirka 40% - 60% des Wertpapierdepots entspricht, abhängig von der Risikostruktur des Portfolios. Das hat den Vorteil, dass Langzeitsparer für große Anschaffungen ihr Spardepot nicht angreifen müssen. Ein mögliches Szenario wäre zum Beispiel die Finanzierung einer Immobilie.

Wer an einem Kontokonstrukt mit Margin interessiert ist, der sollte sich Interactive Brokers anschauen. Auch die schon vorher erwähnten Introducing Broker von IB sind hier eine Anlaufstelle.

CFD Konto

Es gibt einen speziellen online Broker Vergleich, in dem man ein Vergleich zwischen unterschiedlichen CFD Konten durchführen kann. Die Abkürzung CFD steht in diesem Fall für Contract for Differenz, also ein Differenzkontrakt. Dieser sieht vor, dass der Konteninhaber mit dem Kontenbetreiber oder einem anderen Händler einen Differenzkontrakt aushandelt.

Das Besondere dabei ist, dass hier ein Hebel möglich ist. vor ein paar Jahren musste ein Privatkunde lediglich einen Euro hinterlegen, um bis zu 500€ in einem Differenzkontrakt handeln zu dürfen.

Das wurde zuerst in Europa eingeschränkt. Verantwortlich dafür ist die ESMA, die europäische Börsenaufsicht „European Securities and Markets Authority“.

Amerikanische Kunden dürfen diese Art von Produkten gar nicht handeln. Und auf anderen Kontinenten wurde dieser Umstand zunächst laxer gehandhabt. Doch seit Anfang 2021 dürfen auch australische Broker kein derart hohen Hebel mehr verwenden.

Aber hebelbar sind die Produkte noch immer:

Underlying Hebel Bedeutung

Hauptindizes

= GER30, US30 oder Gold

20:1 Steht der DAX bei 14.000.en, muss ein CFD-Kontrakt mit mindestens 700€ Kontokapital abgesichert sein.

Sekundäre Indizes und andere Rohstoffe außer Gold

= CAC20, NIKKEI100, Silber, etc.

10:1 -

Aktien und Futures

5:1 Eine Aktienposition von 10.000€ muss mit 2.000€ gesichert werden. Siehe Beispiel oben.

Kryptowährungen

= Bitcoin & Co.

2:1 Liegt der Bitcoin bei 10.000€, braucht ein Trader mindestens 5.000€ auf dem Konto

Die größten und bekanntesten CFD-Broker sind z.B. etoro, Plus500, Admiral Markets, XTB, FXFlat, FXCM, IC Markets, CMC Markets, IG Markets, AvaTrade oder MarketsX.

Forex Konto

Der Begriff Forex ist eine Abkürzung für „Foreign Exchange“ und bezeichnet den Handel mit Währungen. Möchte man also den Euro in US-Dollar tauschen, oder australische Dollar, Japanische Yen, brasilianische Real, Russische Rubel, etc., dann kann man dies über einen sogenannten Forex Broker tun.

Bei einem Forex Broker handelt es sich in der Regel um einen spezialisierten CFD Händler. Hier gibt es allerdings Unterschiede. Einerseits gibt es die Market Maker, welche ihren Kunden erlauben ein Konto zu eröffnen und dann selbst mit ihnen Handel treiben. Sie setzen auf ihrer Plattform den Kurs und stellen für den Händler die Gegenseite. Dabei kommt es in der Regel zu einem Interessenskonflikt. Denn wenn der Händler zu viele Gewinne macht, dann verliert logischerweise die Gegenseite. In diesem Fall also der Forex-Broker.

Ein anderes Modell ist der sogenannte STP Broker, oder auch ECN Broker genannt.

STP steht für „Straight Through Processing“ Und ist ein Zusammenschluss aus Handelsplattform, die es ermöglichen auf einen großen Pool an Händlern zuzugreifen. Hierdurch muss der Plattformbetreiber weitaus seltener die Gegenseite stellen (oder gar nicht).

Außerdem werden die Preise durch einer übergeordnete Level 2 Instanz gestellt. Dadurch können die Plattformen selbst keine anderen Preise setzen. Auch die Differenz zwischen Ankaufskurs und Verkaufskurs ist hier in der Regel geringer. Das ist für den Händler sehr vorteilhaft.

Auch für den Handel mit Forex über ein CFD Konto hat die ESMA die Magin-Regelung angezogen:

Underlying

Hebel

Bedeutung

Forex „Majors“

= Große und sehr liquide Forex-Paare wie EUR/USD, USD/JPY, GBP/USD, USD/CHF, AUD/USD, etc.

30:1

Im EUR/USD müssen pro Lot (= 100.000 USD Kaptial) 3.333€ Sicherheitsmargin hinterlegt sein.

Forex „Minors“

= exotischere Forex-Paare wie EUR/AUD, BRL/USD, INR/USD, RUB/USD oder auch KRW/USD

20:1

Im EUR/AUD muss ein Lot mit 5.000€ Kapitalkonto abgesichert sein.

Hier sind die gleichen Broker namentlich zu nennen, wie schon bei den CFD-Anbietern: z.B. etoro, Plus500, Admiral Markets, XTB, FXFlat, FXCM, IC Markets, CMC Markets, IG, AvaTrade oder MarketsX.

Der professionelle Handel mit Währungen kann aber auch über einen Profibroker stattfinden. Hierbei müssen nichts zwingend virtuelle Positionen gehandelt werden, sondern es ist auch ein echter Währungstransfer möglich.

Dies bietet wieder vor allem Interactive Brokers sowie seine Introducing Broker an. Da IB ein weltweit agierendes Unternehmen ist und man als Kunde ebenfalls an den Börsen vieler Länder handeln kann, macht dies natürlich auch Sinn.

Denn kauft man mit seinem europäischen Konto eine amerikanische Aktie, dann bezahlt man diese Aktie mit US-Dollar. Da das Konto kein US-Dollar ausweist, liegt der Kunde auf seinem Forex Konto mit US-Dollar im Minus. Er zahlt dann die marktüblichen Zinsen.

Das Konto bei IB kann so auch dafür genutzt werden den Zinsunterschied zwischen unterschiedlichen Währungsräumen auszunutzen. Zum aktuellen Stand im Februar 2021 zahlt man auf seinem Euro-Konto bereits Negativzinsen.

Transferiert man sein Kapital allerdings in US-Dollar, so kann man diese Negativzinsen aktuell sogar noch entgehen. Das macht bei einem Konto von beispielsweise 200.000€ bereits zirka 600€ jährliche Einsparung aus.

Die Möglichkeit ein Fremdwährungskonto zu führen, bietet sich auch bei anderen Brokern an. Hierzu muss man einen gesonderten Antrag stellen. Das geht zum Beispiel bei der Consorsbank.

Tagesgeldkonto

Einige Banken koppeln an ihr Depot zusätzlich ein Tagesgeldkonto. Vor nicht allzu vielen Jahren machte es Sinn seine Sichteinlagen auf dem Depotkonto zwischenzeitlich auf das Tagesgeldkonto zu transferieren. In dieser Zeit boten einige Depotanbieter sogar äußerst attraktive Zinssätze, um wechselwillige Anleger anzulocken.

Derzeit macht dieses Modell allerdings eher wenig Sinn. Tagesgeld wird bei den Banken und Brokern als toxisch angesehen. Daher möchte dies gerade niemand haben.

Wie wird ein Depotkonto online eröffnet?

Mittlerweile ist es fast einfacher geworden sein Depot Konto online zu öffnen, als in einer Filiale. Einerseits wird man im Eröffnungsprozess sehr gut unterstützt, andererseits muss man sich nicht von einem lästigen Bankberater zu etwas drängen lassen, nur weil er seine Provisionen erhöhen möchte.

Viele Leser fragen sich dennoch, welche Voraussetzungen und Unterlagen für die Eröffnung eines Depotkontos benötigt werden.

Online Broker Vergleich durchführen

Natürlich sollte der Weg zum eigenen Depot mit einem ordentlichen Vergleich der wichtigsten Depotanbieter beginnen. Je nach späterer Nutzung sollte sich der vergleichende die für ihn wichtigen Kennzahlen genau anschauen.

Zwei der hervorstechendsten Eigenschaften des Depotkontos sind die Depotkosten und Orderkosten. Noch bieten die meisten Depot Broker kostenfreie Konten an. Doch die ersten Anbieter verlangen bei Inaktivität bereits eine geringe Kontoführungsgebühr.

Auch ganz neue Kontenmodelle sind im Vergleich zu finden. Beispielsweise bieten neuere Depotbanken die Möglichkeit einer Flatrate an. Hier zahlt man eine feste Monatspauschale und kann Aktien dann ohne zusätzliche Gebühren handeln. Ob sich dieses Modell durchsetzt, ist derzeit noch nicht sicher. Wer dies gerne einmal ausprobieren möchte, dem sei scalable.capital empfohlen.

Die zweite wichtige Eigenschaft sind die Gebühren pro Order. Hier sollte sich der Interessent vor Abschluss eines Depotkontos genau im Klaren darüber sein, wie wichtig dieser Posten für ihn ist. Das wiederum ist sehr abhängig davon, wie die Trades durchgeführt werden.

Denn ein kleiner Händler mit einem durchschnittlichen Ordervolumen von 500 bis 1000€ hat bei nur 2€ höheren Orderkosten bereits einen beachtlichen Teil seiner Rendite verloren.

Sollte hingegen ein Händler eher Positionen zwischen 5.000 und 20.000€ bewegen, muss dieser bereits auf das Kleingedruckte achten. Denn die absoluten Kampfpreise gelten in der Regel nicht für in unendlich große Aktien Order. Außerdem ist der relative Unterschied bei einem derart hohen Posten zu vernachlässigen. Hier geht es dann eher um die Verlässlichkeit bei der Ausführung.

Natürlich spielt hier auch die Orderhäufigkeit eine Rolle. Sehr aktive Händler summieren ihre Gebühren selbstverständlich schnell auf. Dagegen ist der Posten für eher inaktive monatliche Sparplan-Investoren weniger von Belang.

Einen Sparplan-Investor interessiert bei Abschluss seines online Depots vermutlich eher, wie viele kostenlose ETFs er kaufen kann und wie viele von ihnen Sparplanfähig sind.

Außerdem stellt sich dann die Frage, wie häufig dieses Angebot wechselt. Denn für ihn ist nichts ärgerlicher, als wenn er ein Konto eröffnet hat und sein lieblings-ETF nach kurzer Zeit nicht mehr kostenfrei gespart werden kann.

Auch die Splittung der Sparanteile ist hier von Bedeutung. Wie bereits vorher erwähnt bieten einige online Broker eine Stückelung der Aktienanteile oder Fondsanteile an.

Ein Anleger sollte zudem einen kurzen Blick darauf legen, wie viele Börsen der Broker zum Handel anbietet. Auch die spätere Kontoführung sollte einem zusagen. Hier lassen sich zu jedem online Broker entsprechende Videos bei YouTube finden.

Ein letzter Gedanke sollte den Rabatten, Boni und zeitlich begrenzten angeboten gelten. Denn nicht jeder Broker der günstige Ordergebühren anbietet, kann diesen Preis auch auf Dauer halten. Und auch Gutscheine und geschenkte Ordergebühren müssen irgendwann und von irgendwem bezahlt werden.

Mein Tipp: gehen sie lieber zu einem etwas teureren online Broker, der seine Gebühren nicht an Bedingungen knüpft und seine Stammkunden schlechter stellt als seine Neukunden. Das hat auf einer gewissen Ebene auch etwas mit Ehrlichkeit und Respekt zu tun.

Grundvoraussetzungen

Wer kann einen online Depotkonto eröffnen? Um ein Depot bei einer Deutschen oder europäischen Bank zu eröffnen sind fast keine Voraussetzungen nötig. Ein Antragsteller muss lediglich mindestens 18 Jahre alt sein und über ein Girokonto als Verrechnungskonto verfügen. Dass ein Anleger sein Gehalt oder Vermögen offenlegen muss, ist nur ein Gerücht.

Onlineformular

Hat man sich für einen Broker entschieden, kann man direkt auf der Webseite der Depot-Bank das Antragsformular ausfüllen. Dieses unterscheidet sich wenig im Vergleich zu der Bestellung in einem Online-Shop. Nach der Angabe von Namen, Adresse, E-Mailadresse, Telefonnummer und Geburtsdatum wird man je nach Anbieter durch eine Reihe weitere Formulare geschleust. Diese können entweder direkt online oder nach Download ausgedruckt und per Hand ausgefüllt werden.

Verrechnungskonto

Im Gegensatz zu einem Girokonto ist es bei Depotkonten üblich ein Verrechnungskonto anzugeben. Das dient vor allem der Sicherheit des Depotinhabers. Denn nur auf dieses Konto können Auszahlungen getätigt werden.

Außerdem ist die Nutzung eines anderen Kontos für Überweisungen von oder zum Depot nach dem Geldwäschegesetz oft nicht gestattet.

Sollte der Depotinhaber im Laufe der Zeit ein neues Girokonto eröffnen, muss er dies auch auf seinem Depotkonto ändern. Sollten also die lieben Verwandten oder Oma und Opa einen Teil zum Börsenerfolg beitragen wollen, so müssen Sie dies zunächst auf das Girokonto überweisen.

Daher werden beim Depotkonten-Antrag zwei Konten eröffnet. Auf dem einen Konto werden die Barbestände verrechnet. Das andere Konto, welches eine andere Kontonummer aufweist, ist das tatsächliche Depot, auf dem sämtliche Aktienpositionen übersichtlich aufgelistet sind.

Angaben zur US-Person

Für viele Menschen ist es verwirrend, wenn sie das Formular über die Angabe zur US-Person das erste Mal ausfüllen sollen. Denn sie haben ja schließlich nichts mit den Amerikanern zu tun? Und das stimmt auch. In diesem Formular muss man eine Erklärung darüber abgeben, ob man in den USA steuerpflichtig ist. Diesen Sonderweg nimmt sich derzeit zum Glück nur die US-Regierung heraus.

Hintergrund dieses Formulars ist ein Gesetz namens „Foreign Account Tax Compliance Act“. Mit diesem möchten die USA sicherstellen, dass jede natürliche oder juristische Person mit amerikanischer Steuerverpflichtung der US-Steuerbehörde IRS (internal Revenue Service) bekannt ist. Jede Bank, die eine in den Vereinigten Staaten steuerpflichtige Person zum Kunden haben möchte, muss dies also der Behörde melden.

Einige Depotbanken bieten daher US-Bürgern keine Möglichkeit ein Konto bei ihnen zu eröffnen.

Risikoeinstufung: Angaben über Kenntnisse und Erfahrungen im Wertpapierhandel

Auch das deutsche Wertpapierhandelsgesetz erfordert bei der Eröffnung eines Onlinedepots gewisse Formulare. Dabei handelt es sich konkret um die Frage nach den Kenntnissen über unterschiedliche Wertpapiere. Nach § 31 WpHG muss die Depotbank einen Kunden rechtzeitig zur Kontoeröffnung alle notwendigen Informationen über die Finanzanlagen und die damit verbundenen Risiken zur Verfügung stellen. Ohne diese ist eine Beratung oder Betreuung nicht gestattet.

Daher wurde ein Fragebogen entwickelt, der den Neukunden darüber befragt, welche praktischen Erfahrungen er mit welchem Finanzinstrument hat. Dabei handelt es sich um eine standardisierte Risikoeinstufung in 5 Klassen.

Die relevante Unterscheidung liegt hier In der Art des Risikos.

Während Sichteinlagen oder Termingelder kein Risiko tragen, können andere Produkte wie Staatsanleihen ein Zinsrisiko mit sich bringen.

Zinsrisiko bedeutet, dass der Anleger unter Umständen Zinsverluste erleiden kann. Etwa, wenn der Marktzins über dem Zinssatz des Finanzprodukts liegt. Beispiel: kauft ein Anleger eine Staatsanleihe mit einem festen Zinssatz von 1% pro Jahr und steigt der Zins durch entsprechende Marktbegebenheiten zum Beispiel auf 2% an, erhält der Anleger trotzdem nur 1%. Nur Anleger, die eine neue Anleihe erwerben erhalten diese 2%.

Neben dem Zinsrisiko kann auch ein Kursrisiko eintreten. Grundsätzlich besitzen alle Finanzprodukte mit einem Börsen- oder Marktpreis ein Kursrisiko. Dabei wird differenzierend unterschieden:

Es gibt Produkte mit entweder Zinsrisiko oder Kursrisiko. Das sind zum Beispiel Rentenfonds.

Andere wiederum besitzen beide Risiken. Dabei denkt man zuallererst an Dividendenausschüttende Aktienfonds oder ETFs. Hier können sowohl die Dividendenzahlungen gekürzt oder eingestellt als auch der Marktpreis angepasst werden.

Zuletzt gibt es auch noch die Anlagen, in denen ein Totalverlust möglich ist. Das klingt zunächst einmal erschreckend, aber dabei handelt es sich auch um ganz normale Aktien.

Denn schließlich kann ein Unternehmen, dessen Anteile man hält, Pleite gehen. In dem Fall ist der gesamte Anlagebetrag verloren. Und als Aktieninhaber wird man im Fall einer Insolvenz immer nachrangig bedient.

Das bedeutet, dass ein insolventes Unternehmen zunächst die vorrangigen Gläubiger bedienen muss, welche ihm durch einen Kredit oder Anleihen Geld zur Verfügung gestellt haben.

Risikoklasse A

Kein Risiko

Sichteinlagen, Termingelder, Spareinlagen, Sparbriefe

Risikoklasse B

Zinsrisiko

Kapitallebensversicherungen, Staatsanleihen

Risikoklasse C

Zins- oder Kursrisiko

Optionsanleihen, Geldmarktfonds, Rentenfonds

Risikoklasse D

Zins- und Kursrisiko

Anleihen, Aktienfonds, Fremdwährungsanleihen

Risikoklasse E

Totalverlust möglich

Aktien, Investmentfonds, Futures, Hedgefonds, Hochzinsanleihen, Optionsscheine,strukturierte Finanzprodukte

Soweit die Risikoklassen nach §31 WpHG.

Die Einstufung der Risikoklassen ist bei Eröffnung eines Depotkontos oft leicht abgewandelt. Auch hier gibt es 5 Risikoeinstufungen.

Risikoklasse 1 - Sicherheitsorientiert

Produkte mit geringem Risiko. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente aus einem Ursprungsland innerhalb der EU.

Es gibt eine feste Endlaufzeit und die Verzinsung kann fest oder variabel sein. Ihre Restlaufzeit beträgt unter 3 Jahren. Sie müssen jederzeit verfügbar sein, mit Ausnahme von Schuldbuchforderungen des Bundes. Das sind Bundesanleihen, Pfandbriefe und Kommunalobligationen, Anleihen europäischer Länder.

Die Währung der Produkte muss immer in Euro sein, da sonst ein Wechselkursrisiko bestehen würde. Diese Einschränkung gilt für die beiden Risikoklassen 1 und 2.

Risikoklasse 2 - Ertragsorientiert

Im Gegensatz zu den Produkten der Risikoklasse 1 werden hier europäische Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit von 3 - 10 Jahren eingestuft. Die Verzinsung muss nicht unbedingt garantiert sein.

Das Risiko wiederum beschränkt sich auf die Renditeveränderungen am Kapital- oder Immobilienmarkt. Es besteht also wie bei der Risikoklasse B kein Kursrisiko.

Hierzu werden längerfristige Staatsanleihen oder Pfandbriefe sowie Rentenfonds gezählt.

Risikoklasse 3 – Ertragsorientert, Tendenz Wachstum

Ab dieser Risikoklasse geht es auch um die Anlage in Aktien. Diese sind allerdings sehr eingeschränkt gemeint. Es handelt sich dabei um die größten deutschen und europäischen Unternehmen. Sie müssen im DAX oder im Euro Stoxx 50 vertreten sein. Die sogenannten Standardwerte gelten als besonders sicher. Sie sind schließlich die größten nationalen und europäischen Unternehmen.

Neben den Standardwerten wird hier im Fragebogen auch nach gemischten Fonds Zertifikaten auf DAX und Euro Stoxx Werte und Staatsanleihen aus dem nicht europäischen Raum gefragt. Bei allen diesen Produkten besteht vorrangig eines der beiden Risiken.

Doch im Gegensatz zu der Risikoeinstufung nach §31 WpHG werden hier bereits Aktien erwähnt, auch wenn hier sowohl Zinsrisiko als auch Kursrisiko auftreten können.

Risikoklasse 4 - Wachstumsorientiert

Hier werden weitere weltweite Indizes genannt. Etwa Anlagen aus dem Dow Jones oder S&P 500. Außerdem fließen deutsche Nebenwerte mit ein.

Im Bereich der anderen Finanzinstrumente werden Produkte in Euro oder Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als 10 Jahren genannt. Dabei kann die Verzinsung fest oder variabel sein.

Wer Kenntnis über die Beschaffenheit von Zertifikaten ohne Knockout-Charakter hat, braucht auch mindestens die Risikostufe 4.

Risikoklasse 5 - Risikoorientiert

Mit der Selbsteinstufung in die Klasse 5 kann ein Händler mit seinem online Depot alle Finanzinstrumente ohne Einschränkung handeln. Hier sollte er sich darüber bewusst sein, dass er durch diese Angabe einen Teil seiner Regressforderungen gegenüber seinem Broker verliert. Er sollte wissen was er tut und dass ein Totalverlust möglich ist.

Möchte man also mit den beliebten Knockout-Zertifikaten handeln, muss sich der Kunde zwingend in die oberste Risikoklasse einstufen.

Angaben über finanzielle Verhältnisse

Meistens soll ein Neukunde auch Angaben über seine finanziellen Verhältnisse machen. Dabei geht es um das durchschnittliche Jahreseinkommen, wie hoch die jährlichen Beträge für den Anlagezweck zur Verfügung stehen und wie hoch das gesamte Nettovermögen ist.

Diese Angaben sind freiwillig, sofern der Kunde keine Beratung durch das Unternehmen in Anspruch nehmen möchte. Der Umfang dieser Befragung ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Einige begnügen sich mit den 3 Fragen. Andere gehen darauf detaillierter ein und Fragen auch nach Beruf und anderen Dingen.

Freistellungsauftrag

Die Kapitalertragsteuer ist eine Form der Erhebung der Einkommensteuer und Körperschaftssteuer. Sie wird auf Kapitalerträge erhoben. Als Depotinhaber eines deutschen Kontos befindet man sich in einer komfortablen Situation. Denn die Depotbank ist gesetzlich dazu verpflichtet, bei Glattstellen einer Position den Gewinn oder Verlust direkt zu berechnen und entsprechende Steuern direkt einzubehalten, bzw. abzuführen.

Das passiert in der Minute, in der der Trade geschlossen wurde. Der Depotbesitzer muss so keine Angst davor haben, dass am Ende des Jahres zu wenig Geld auf dem Konto liegt, um seine Ertragsteuern zu zahlen.

Doch jede juristische Person hat einen gewissen Betrag, den sie in einem Jahr steuerfrei erzählen kann. Das sind derzeit 801€ pro Person. Um den Aufwand einer Steuererklärung mit der Anlage KAP zu minimieren kann ein Konteninhaber einen Freistellungsauftrag erteilen. Dieser bewirkt, dass erst Kapitaleinkünfte oberhalb dieses Freistellungsauftrages tatsächlich direkt vom Steuerabzug betroffen ist.

Der pauschale Abzug liegt derzeit bei 25% und unter Umständen zusätzlichem Solidaritätszuschlag, sowie Kirchensteuer. Seit 1. Januar 2021 fällt dieser jedoch für rund 90% aller Kapitalanleger weg. Nur noch besserverdienende mit einem Jahreseinkommen ab ca. 73.000€ brutto müssen noch Soli zahlen. Dabei erhalten Paare ohne Kinder eine Freigrenze bis rund 136.000€. Und Familien mit nur einem Einkommen und 2 Kindern sind unterhalb einer Freigrenze von 151.000€ pro Jahr vom Solidaritätszuschlag ausgenommen.

Legitimation

Wie bei jedem anderen Konto auch muss der Kontoinhaber seine Identität nachweisen. Dies erfolgt wahlweise mit Hilfe des Postident-Verfahrens oder alternativ dem neuen Videoident-Verfahren. Auch die „konservativeren“ Direktbanken bieten mittlerweile das Videoident an.

Hierfür ist lediglich ein Handy mit Videokamera erforderlich. Auch über den Laptop oder den PC mit Webkamera kann sich ein Kunde legitimieren.

Ob sich der Kunde bei Depoteröffnung mit dem Personalausweis oder einen Reisepass legitimiert ist dabei unerheblich. Der größte Teil der Legitimation findet zudem im Self-Service statt. Erst nach Vorbereitung und Ablichtung wird der persönliche Betreuer zugeschaltet. Es folgt noch ein letzter Abgleich, dann ist das Ident-Verfahren schnell und einfach von zu Hause aus erledigt.

Wird ein Gemeinschaftsdepot eröffnet, muss sich jeder Depotinhaber einzeln identifizieren. Übrigens wird die Identifikation nicht durch die Bank selbst sondern häufig durch ein Call Center als Dienstleister durchgeführt.

Beim klassischen Postident-Verfahren muss der Kunde mit einem Vordruck zum Postschalter gehen. Einen Briefumschlag, sowie Porto für den Versand erhält von dem freundlichen Postmitarbeiter.

Optional: Vereinbarung über die Zulassung zur Durchführung von Leerverkäufen

In der späteren Praxis fällt es in der Regel nicht mehr auf. Doch hinter jedem Leerverkauf findet eine Wertpapierleihe statt.

Auch wenn uns im Bereich der Leerverkäufe und Credit default Swaps die Amerikaner wieder einmal voraus sind, hat auch die Bafin gewisse Verbotsregelungen und Transparenzregelungen in der Verordnung Nummer 236/2012 erlassen. Demnach ist es nicht einfach gestattet eine sogenannte Short-Position aufzubauen. Leerverkäufe dürfen nicht ungedeckt stattfinden.

Das Resultat daraus ist, das ein Händler von der Bank eine Zusage bekommen muss, dass ihm die Bank entsprechende Wertpapiere zur Verfügung stellt. Diese Zusage wird mit der optionalen Vereinbarung über die Zulassung von Leerverkäufen geregelt.

Es gibt allerdings nicht viele Banken, die ihren Kunden den Leerverkauf gestatten. Hinter dieser Technik steht ein erheblicher Aufwand, da entsprechende Shorts und Positionen an die richtigen Stellen gemeldet werden müssen.

Optional: Zulassung zum Handel mit Finanztermingeschäften

Finanztermingeschäfte sind die deutsche Bezeichnung für den Handel mit Future-Kontrakten. Ein Future ist eine Preis- und Lieferabsprache in der Zukunft. Dabei gibt es standardisierte Verträge, die jeder zugelassene Händler abschließend kann.

Beispiel: möchte ein Handy-Hersteller seinen Bedarf an Gold für die Produktion seiner Mobilgeräte in einem Jahr zum jetzigen Preis sichern, dann kann er einen Future-Kontrakt für diesen Zeitpunkt kaufen. Egal, wie sich der Preis entwickelt, er bekommt die vereinbarte Menge Gold zum aktuellen Preis zugesichert.

Ein Kontrakt Gold entspricht einer Menge von genau 100 Unzen Gold.

Ähnliches Vorgehen muss auch Starbucks vollziehen, damit sie den Kaffee geliefert bekommen. Oder Hohes C, um sich einen Teil der kommenden Orangenernte zu sichern.

Nun kann man sich natürlich vorstellen, dass 100 Unzen Gold à zirka $1.800 kein wirklich niedriger Betrag ist, den sich jeder kleine Depotinhaber leisten kann.

Aber natürlich muss ein Händler beim Handel mit den Produkten nicht die ganzen $180.000 (siehe Beispiel) auf dem Depotkonto haben. Es reicht ein Teil davon. Es lässt sich somit mit einem Hebel handeln.

Doch der Handel mit einem Hebel ist immer auch mit Risiken verbunden. Daher sollte ein Depot-Kunde nicht grundsätzlich für diesen Handel zugelassen sein. Möchte ein professioneller oder Semi-professioneller Händler mit diesen Produkten handeln, dann ist ein Antrag auf die Zulassung notwendig.

Natürlich ist die Möglichkeit des Future-Handels ebenfalls nicht bei jedem Konto gegeben. Während die Handy-Broker In der Regel keine Future anbieten, sondern stattdessen auf Zertifikate oder CFD setzen, sind einige größere Direktbroker und Filialbanken mit dieser Möglichkeit ausgestattet. Einer von ihnen ist zum Beispiel die comdirect.

Wer sich im Bereich der professionellen Broker befindet, hierbei sei wieder auf Interactive Brokers und seine deutschen Partner hingewiesen, für den ist diese Zulassung nur eine kurze Formalie bei Kontoeröffnung.

Welche Produkte kann man bei einem online Depot Broker handeln?

Grundsätzlich sind bei online Brokern alle möglichen Produkte denkbar. Jedoch kommt es immer darauf an, ob man sich in einem gamification Umfeld befindet, oder in einem professionellen. Manchmal sind sich die Trader selbst nicht ganz im Klaren darüber was für ein Produkt sie gerade handeln.

Aktien handeln

Obwohl die Aktie das häufigste Wertpapier ist und man denken möge, dass jeder Online-Broker dieses Produkt anbietet, so stimmt das nicht ganz. Denn während Direktbroker natürlich den direkten Handel mit Aktien bewerkstelligen und auch die Verwahrung an den Clearingstellen organisieren, bieten einige Anbieter nur einen virtuellen Handel mit Aktien an.

Der Unterschied liegt darin, dass beim Direkthandel jeder Kauf und Verkauf in die Orderbücher eingetragen wird. Bei einem Depotwechsel wird dann das persönliche Verwahrbuch der Clearingstelle lediglich an den neuen Broker übergeben.

Es gibt mindestens 2 Ausnahmen, in denen die Bank nur eine virtuelle Position beim Kunden verbucht. Der eine Grund ist am offensichtlichsten: Wird ein Sparplan ausgeübt, und gewährt die Bank seinem Kunden eine Splittung von 0,1 oder 0,01 Anteilen, kann kein ordentlicher Deal stattgefunden haben.

Denn der direkte Handel an den Börsen ist nur mit Mengen ab 1 und unteilbar möglich.

Die Banken bedienen sich hier eines Tricks: Es ist selten nur ein einziger Kunde, der diese Aktien bespart. Häufig sind es mehrere hundert bis tausend Kunden. Wenn jeder von ihnen einen Anteil einer Aktie oder eines Fonds kauft, dann bildet der online Broker diesen Handel in einem ab. Und rundet ihn auf. Erst in seiner internen Verbuchung teilt er die entsprechenden Anteile auf die Kunden auf.

Hier wird also eine Art Sammelbestellung durchgeführt. Die Sammelbestellung selbst ist tatsächlich ein echter, in den Orderbüchern eingetragener Trade. Doch die Anteile jedes einzelnen Kunden sind nicht unbedingt 1:1 in den Clearingstellen eingetragen.

Anders sieht das bei den CFD Brokern aus. Sie betreiben als Market Maker häufig ihren eigenen Dealing Desk. Hier setzen sie virtuelle Preise für das abgebildete Produkt. Diese können sich von den Marktpreisen tatsächlich auch unterscheiden.

Handelt ein Kunde mit dem CFD-Anbieter, dann wird dieser Handel nicht in die offiziellen Orderbücher eingetragen. Würde man also theoretisch 10% der Aktien eines Unternehmens über einen CFD Broker kaufen, dann würde sich der reale Preis an den Börsen kein bisschen verändern. Der Kunde wäre mit keinem Cent an dem realen Unternehmen beteiligt.

CFD

Bei einem Differenzkontrakt vereinbaren zwei Parteien im Austausch gegen Wertentwicklung und Erträge eines Basiswerts eine Zinszahlung während der Laufzeit. Damit muss ein Händler, der einen Basiswert handeln möchte, keine eigene Position aufbauen. Trotzdem kann er an der Wertentwicklung des Wertpapiers teilhaben.

Dank geringer Sicherheitshinterlegung kann er dies sogar mit einem Hebel tun. Und genau das hat diesem Produkt einen schlechten Ruf eingebracht. denn der große Vorteil des CFD ist gleichzeitig sein großer Nachteil.

Als neuer und unerfahrener Investor können hier Risiken auf einen zukommen, die man anfangs nicht richtig überblicken kann. Jedoch ist der Handel mit CFD keineswegs unseriös. Auch wenn einem dieser Anschein kommt, wenn man die medialen Berichterstattungen und die harschen Einschränkungen innerhalb der Europäischen Union ansieht.

Da wird schnell über unglückliche Trader berichtet, die teils aus Unwissenheit, teils aus zu hoher Risikotoleranz, durch eine Überhebelung ihres Kontos grandios bankrottgegangen sind.

Auch ist durch die geringeren Anfangsinvestitionen ein leichter Einstieg in die Welt des Investierens gegeben. Denn wer zum Beispiel eine Amazon Aktie für 3000€ kaufen möchte, der kann dies mit Hilfe eines CFD auch schon mit einer Sicherheitshinterlegung von einem Fünftel des Betrags machen. Er braucht also nur 600€ hinterlegen. Vor 2018 war dieser Betrag sogar noch um einiges geringer.

Nun zieht dieser Umstand vor allem neue Privathändler an, die darüber hinaus noch nicht einmal eine vernünftige Strategie besitzen.

Und genau die Kombination aus diesen beiden Dingen macht das CFD so gefährlich. In einer Vorgabe veröffentlichte am 1. Juni 2018 die europäische Finanzregulierungsbehörde ESMA (European Security and Markets Autority), das alle In der EU ansässigen CFD Broker bis spätestens zum 1. August 2018 eine neue Regulierung umsetzen mussten.

Zu dieser Regulierung gehörte dann auch die Begrenzung des Hebels. Im Abschnitt der CFD Konten wurden die Beschränkungen bereits genannt.

Ein weiterer neuer Aspekt, der den Privatanleger vor Überschuldung schützen soll, ist die Begrenzung des Risikos auf die Einlage. Damit können Private Investoren keine Negativsalden mehr auf ihren Konten erwirtschaften.

Einen Unterschied machen dabei die professionellen Klienten. Sogenannte professionelle Konten haben weiterhin den Vorteil, dass ihre Hebel-Regulierungen nicht so streng gehandhabt werden. Doch bei ihnen fällt auch gleichzeitig der Schutz vor der Nachschusspflicht weg.

Wer sehr viel Erfahrung mit dem Handel hat, und auch sein Risikomanagement, sowie sein Positionsmanagement vernünftig durchführt, der kann sein Privatkonto durch einen Antrag in ein professionelles Trader Konto umwandeln.

Zertifikate

Bei Zertifikaten handelt es sich um strukturierte Bankprodukte. Sie werden In der Regel von einer Bank emittiert und an Privatkunden verkauft. Ein Händler tritt mit der Bank in direkten Kontakt und kauft von ihr und verkauft an sie zurück.

Dabei gibt es 4 grundlegend unterschiedliche Typen von Zertifikaten:

  • Indexzertifikate basieren auf einem beliebigen Index. Das kann der DAX sein, oder der Dow Jones, ein Rohstoffindex oder ähnliches.
  • Ein Kopfzertifikat bildet einen gewissen Aktienkorb ab. Es ist die für den Emittenten günstige, bzw. einfachere Version eines ETF/Fonds. Denn einen ETF/Fonds aufzusetzen ist nicht gerade einfach und sehr teuer. Die beliebten Wikifolio-Zertifikate sind dafür ein Beispiel.
  • Ein Tracker-Zertifikat bildet die Kursentwicklung eines einzigen Basiswert ab. Hier kann ein Investor allerdings weder Dividenden erwarten, noch hat er einen echten Anteil am Unternehmen.
  • Ein ETC-Zertifikat (Exchange-trader Commodities) bildet die Kursentwicklung eines Rohstoffs ab. Man kann ihn zum Beispiel auf Gold und Silber, oder auch Platin oder Palladium kaufen. Damit ist er eine Alternative zum Handel an den Rohstoffmärkten, die für Endkunden weitaus schwieriger handelbar sind.

Der größte Vorteil der Zertifikate ist, dass sie einen Basispreis besitzen. Der kann sowohl oberhalb als auch unterhalb des aktuellen Kurses liegen. Damit kann ein Händler einerseits mit einem Hebel handeln, andererseits auch auf sinkende Kurse setzen. Dies nennt sich dann Put oder Call. Jedoch bitte nicht mit den Put und Call-Bezeichnungen bei den Optionen verwechseln. Dazu weiter unten mehr.

Grundsätzlich lassen sich bei allen online Brokern die Zertifikate handeln. Um jedoch eine Zulassung dafür zu bekommen, muss der Konteninhaber eine Freigabe für die Risikoklasse E haben. Denn hier ist durch die Beschaffenheit der Zertifikate ein Totalverlust möglich.

Anleihen

Ob sie es glauben oder nicht: die Anleihe gibt es länger, als es Börsen gibt. Bereits im 12. Jahrhundert gab es diese Schuldverschreibungen. So finanzierten Städte wie Venedig oder Florenz ihre Staatsausgaben. Auch heute noch finanzieren sich die Staaten über diese Art der Emission.

Die gängige Bezeichnung heutzutage ist Bond (bei ausländischen Anleihen). Oder BUND für die deutschen Staatsanleihen.

Dazu leiht sich der Emittent der Anleihe, oder auch festverzinsliches Wertpapier, Rentenpapier oder Obligation genannt, Geld und zahlt darauf einen festen Zinssatz. An den Schuldverschreibungen befanden sich häufig kleiner Abrissstreifen, welche ab einem bestimmten Zeitpunkt gegen Bargeld eingelöst werden konnten. Diese hießen Kupons.

Bonds lassen sich einerseits sehr leicht per WKN (Wertpapierkennummer) oder ISIN kaufen und verkaufen, andererseits kann auch ein zugelassener Future Broker mit einem entsprechenden Future darauf handeln. Jedoch lohnt sich das Anlegen zum jetzigen Zeitpunkt eher weniger. Negativzinsen befeuern den Aktienhandel stärker zulasten der Anleihe.

Auch online Broker bieten den Handel mit Anleihen an. Dabei wird unterschieden, ob es sich um europäische Anleihen handelt, oder um sogenannte Fremdwährungsanleihen.

Besonders viele Börsen bieten hier Flatex und Comdirect an, der Discount Broker Smartbroker bietet mit deutlich niedrigeren Preisen vermutlich den günstigsten Handel.

Futures

Um mit Futures handeln zu können, benötigen sie ein Depotkonto in fünfstelliger Höhe. Ein Future funktioniert wie ein Liefervertrag. Es wird dabei eine feste Menge an Waren in einem Standardkontrakt zusammengefasst. Zwar ist für den Handel nur ein gewisser Prozentsatz als Sicherheitshinterlegung notwendig, aber auch die kann es in sich haben. Möchte man zum Beispiel einen Vertrag über 5000 Unzen Silber (das ist ein Kontrakt) handeln, müssen derzeit $24.975 als Margin hinterlegt werden.

Der Future-Handel floriert dennoch prächtig. Mittlerweile lassen sich sehr viele Dinge als Future handeln. Hier eine (bei weitem nicht vollständige) Übersicht der beliebtesten Futures:

Kategorie Name Kürzel Börse Menge pro 1 Kontrakt

Metalle

Gold

GC

CME

100 oz

Silber

SI

CME

5.000 oz

Palladium

PA

CME

100 oz

Platinum

PL

CME

50 oz

Kupfer

HG

CME

25.000 lbs

Eisen

TIO

CME

1.000.000 lbs

Zink

ZNC

CME

50.000 lbs

Energie

Rohöl

CL

NYMEX

1.000 barrel

Öl Sorte Brent

BB

ICE / CME

1.000 barrel

Ethanol

EH

CME

29.000 gal

Erdgas

NG

NYMEX

10.000mmBtu

Heizöl

HO

NYMEX

42.000 gal

Benzin

RB

NYMEX

42.000 gal

Getreide

Mais

ZC

CBOT

5.000 bushel

Weizen

ZW

CBOT

5.000 bushel

Reis

ZR

CBOT

2.000 cwt

Hafer

ZO

CBOT

5.000 bushel

Sojabohnen

ZS

CBOT

5.000 bushel

Sojamehl

ZM

CBOT

100 tons

Sojaöl

ZL

CBOT

60.000 lbs

Softs

Kaffee

KC

ICE / NYBOT

37.500 lbs

Baumwolle

CT

ICE / NYBOT

50.000 lbs

Zucker

SB

ICE / NYBOT

112.000 lbs

Kakao

CC

ICE / NYBOT

10 tons

Milch

DC

CME

200.000 lbs

Orangensaft

OJ

ICE / NYBOT

15.000 lbs

Bauholz

LB

CME

110.000 bdft

Fleisch

Lebendrind

LE

CME

40.000 lbs

Mastrind

FC

CME

50.000 lbs

Schwein

HE

CME

40.000 lbs

Indizes

S&P 500

ES

CME

50x S&P 500

Nikkei

NK

CME

5x Nikkei

NASDAQ

NQ

CME

20x NASDAQ

Dow Jones

YM

CBOT

5x Dow Jones

DAX

FDAX

EUREX

25x DAX

MDAX

F2MX

EUREX

5x MDAX

TecDAX

FTDX

EUREX

10x TecDAX

SMI

FSMI

EUREX

10x SMI

Euro STOXX 50

FESX

EUREX

10x EuroSTOXX

Volatilität

S&P 500 Volatilität

VIX

CBOE

$ 1.000x Volatilität

Euro STOXX Volatilität

FVS

EUREX

€ 100x FESX

Anleihen

US 30 year

ZB

CBOT

$ 100.000

US 10 year

ZN

CBOT

$ 100.000

US 5 year

ZF

CBOT

$ 100.000

US 2 year

ZT

CBOT

$ 200.000

Euro-BUND

FGBL

EUREX

€ 100.000

3-Mon-EURIBOR

FEU3

EUREX

€ 1.000.000

Währungen (zu Dollar)

Australische Dollar

6A

CME

A$ 100.000

Pfund

6B

CME

£ 62.500

Kanada-Dollar

6C

CME

C$ 100.000

Euro

6E

CME

€ 125.000

Yen

6J

CME

¥ 12.500.000

Brasilianische Real

6L

CME

BR 100.000

Mexikanische Peso

6M

CME

MXN 500.000

Neuseeland-Dollar

6N

CME

NZD$ 100.000

Russischer Rubel

6R

CME

₽ 2.500.000

Schweizer Franken

6S

CME

CHF 125.000

Bitcoin

BTC

CME

₿ 5

Nicht jeder online Broker bietet den Handel mit Future Kontrakten an. Das liegt unter anderem daran, dass die unterschiedlichen Börsen teilweise sehr hohe Gebühren für aktuelle Livekurse verlangen.

Bei anderen Brokern wiederum passen sie schlicht nicht ins Konzept, da die anvisierte Kundschaft das Produkt nicht nachfragt. Dazu gehören vor allem Neobroker. CFD-Anbieter lassen hingegen mit entsprechenden Derivaten handeln.

Forex

Der Handel mit FOREX-Produkten kann über zwei unterschiedliche Systematiken geschehen. Die für Endkunden gängige Praxis ist der Handel mit einem CFD Broker. Dieser bietet, wie bereits erwähnt, die Möglichkeit mit einem Hebel zu tauschen.

Viele CFD Broker haben sich auf den reinen Forex Handel spezialisiert. Andere bieten die gesamte Palette von handelbaren Produkten an.

Der Vorteil bei den meisten Forex Brokern ist, dass es für den Devisenhandel spezialisierte Tools gibt. Eines der bekanntesten darunter ist der Metatrader 4 und Metatrader 5. Vor allem im Metatrader 4 ist der Handel mit Aktien beispielsweise gar nicht möglich.

Eine weiterführende Unterscheidung zwischen den Brokern ist, ob es sich um reine Market Maker oder um sogenannte STP/ECN Broker handelt. Die ersten bieten nur den Handel innerhalb einer einzigen Plattform an: ihrer eigenen. Die anderen bieten eine bessere Handelserfahrung durch den Anschluss an ein ganzes Netzwerk aus Anbietern. Hier werden Käufe und Verkäufe über einen Liquiditätspool abgewickelt. Daraus ergibt sich zum Beispiel, dass der Spread zwischen Ankaufskurs und Verkaufskurs besonders gering ist.

Der Spread ist die Differenz zwischen dem aktuellen Bid (= Angebotskurs) und dem aktuellen Ask (= Nachfragekurs).

Aber es gibt noch einen wichtigeren Unterschied: der Market Maker bietet seinen Kunden häufig den kommissionsfreien Handel an. Dafür verlangt er von seinen Kunden einen Aufschlag im Spread. Man könnte schnell meinen, dass diese Gebührenstruktur günstiger wäre, als eine Kommission. Doch das ist meistens nicht der Fall, sie ist oft sogar teurer.

Ein günstiger STP-Broker nimmt in der Regel eine Kommission von 4 - 8 US-Dollar pro Lot. Der Market Maker hingegen hat nicht selten eine versteckte Gebühr von bis zu 40 US-Dollar pro gehandeltem Lot bei gleichem Währungspaar. Mit deratrtigen Preisen ist ein Kurzfrist-Trading absolut nicht durchführbar.

Darauf sollte man auf der Suche nach einem geeigneten Forex Broker achten.

Vorteilhaft bei diesen Forex Brokern ist, dass man vor dem Handel mit echtem Geld auch ein Musterdepot eröffnen kann. Mit Hilfe der vorhin genannten Trading-Software bekommt man auch bei einem Demo Account aktuelle Marktkurse geliefert. Hier muss der Kunde nicht extra einen kostenpflichtigen Livestream buchen um verzögsfreie Kurse zu bekommen.

Nun gibt es auch noch eine andere Art außer Forex über CFDs. und das ist der Direkthandel. Hier kann man sein Cash zwischen unterschiedlichen Währungskonten hin und her bewegen.

Klassischerweise ist hier auch wieder der Allrounder Interactive Brokers, und seine deutschen Ableger LYNX, Cap Trader und Banxx zu nennen.

Doch mittlerweile gibt es dazu auch eine für Retailkunden interessante Alternative. Denn durch die ganzen Bemühungen der Fintech-Unternehmen bieten mittlerweile auch Anbieter für die persönlichen Finanzen, sprich: Girokonto und Kreditkarte ähnliche Möglichkeiten. Hier muss man freilich auf die Nutzung eines Hebels verzichten.

Wenn man zum Beispiel eine Kreditkarte bei Revolut besitzt, kann man sein Geld direkt aus der App heraus in andere Währungen tauschen. Die Kreditkarte von Revolut besitzt auch noch einige andere Vorteile, die das Thema Forex betrifft. Denn mit dieser Karte ist es im Vergleich zu anderen Kreditkartenanbietern möglich, auch direkt in Fremdwährung zu bezahlen.

Bei den meisten Kreditkarten wird nämlich dann der aktuelle Wechselkurs herangezogen und man sieht in der Abrechnung, dass einem immer der entsprechende Euro-Betrag berechnet wurde. Außerdem können Gebühren für den Auslandseinsatz anfallen.

Bei dieser speziellen Kreditkarte hingegen bleiben die Forex-Salden immer in der bezahlten Währung. Der Kontobesitzer kann damit auf einen günstigen Zeitpunkt warten, um ein besonders günstiges Wechselverhältnis zwischen den Währungen zu bekommen. Das kann auch lange nach der Reise ins oder Zahlung im Ausland sein.

Auch ein paar Cryptocoins lassen sich dort handeln.

Kryptowährungen

Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Dogecoin, Ripple und Co. lassen sich über einen klassischen Broker nicht handeln.

Dafür fehlt es vermutlich noch an entsprechenden Schnittstellen und Infrastruktur. Aber natürlich gibt es auch hier mittlerweile einfachere Möglichkeiten, als direkt über eigene Wallets.

Zunächst wäre ein normales Girokonto von der Fidor Bank zu erwähnen. Dieses deutsche Fintech-Startup hatte bereits zum Hype Mitte bis Ende 2017 Möglichkeiten geschaffen, dass ihre Kunden eine komfortable Möglichkeit zum Kauf von Bitcoin bekamen. Hierzu reicht eine Kontoeröffnung und eine zusätzliche Registrierung einer Wallet.

Eine weitere Möglichkeit ist der Handel über CFD Anbieter. Hier braucht der Kunde keine eigene Wallet, darum kümmert sich der Anbieter. Während man sich einzig und allein um den Handel kümmern muss, sorgt der Anbieter für entsprechendes Clearing im Hintergrund. Als ein besonderer Tausendsassa bietet sich hier etoro an.

Die direkteste und vielleicht auch beste Möglichkeit Kryptowährungen zu handeln ist jedoch eine von den großen, bekannten Krypto-Börsen zu nutzen. Die Zeiten, in denen die Börsen reihenweise gehackt werden, sind zum Glück vorbei. Mittlerweile professionalisieren sich diese dezentralen Marktplätze immer weiter.

Die Gründer dieser Börsen sind selbst mittlerweile zu sehr reichen Menschen geworden und stecken viel Kapital in Sicherheit und Abwicklung der Plattformen.

Denn eines sollte man nicht vergessen: Die Konkurrenz ist riesig. Und auch die Anzahl der handelbaren Crypto-Coins wächst (gefühlt) täglich.

Optionsscheine

Optionsscheine sind handelbar wie Aktien. Sie haben eine WKN und können über jeden online Broker geordert werden. Dabei muss lediglich beachtet werden, dass der Depot-Kunde eine entsprechende Risikoeinstufung benötigt.

Optionsscheine haben wie Knockout Produkte und andere Derivate ein Totalverlust-Risiko. Anleger nutzen die Optionsscheine gerne, um mit einem Hebel auf Aktien oder den DAX zu spekulieren. Dabei ist das Produkt sehr einfach in der Handhabung.

Einerseits ist die Handelbarkeit nicht schwieriger als der Handel mit normalen Aktien, andererseits braucht sich der Depotinhaber um nicht viel zu kümmern.

Läuft ein Optionsschein aus, muss der Händler nur abzuwarten. Er bekommt nach ca. 3 bis 5 Werktagen die Underlying in seinen Depotkonto gebucht. Auch bei einem KO muss sich der Anleger um nichts kümmern. Nach ein paar Tagen wird sein „Wettschein“ wertlos aus dem Depot gebucht.

Natürlich machen Optionsscheine vor allem für Endkunden Sinn. Selbst, wenn viele diese Scheine als reine „Spekulationsobjekte“ verwenden. Denn darüber ist es auch möglich, sein Depot aufzubauen. Auch wenn man nicht unbedingt dazu raten sollte. Denn Optionen sind hier auf jeden Fall die bessere Wahl, sofern man genügend Kleingeld hat.

Optionen

Viele Menschen glauben, Optionen wären der große Bruder der Optionsscheine. Das stimmt nicht. Tatsächlich sind Optionen ganz anders in der Handhabung. Deswegen können Sie auch nicht über jeden Broker gehandelt werden. Auch als Kunde braucht man dafür eine gesonderte Freigabe.

Der größte Unterschied liegt darin, dass die Bank bei Optionsscheinen immer der Versicherer ist. Das bedeutet, ein Händler kann immer nur einen sogenannten Call erstehen. Das ist die Versicherung für das eintretende Event.

Ein mögliches Event könnte sein, dass eine Aktie sehr stark steigt. In dem Fall hat der Käufer einer CALL Option die Möglichkeit, diese Aktie zu einem zuvor festgelegten Preis zu kaufen. Für dieses Recht bezahlt er eine Prämie.

Andererseits könnte die Aktie auch sehr stark fallen. Als Käufer einer PUT Option kann sich der Händler gegen diese fallenden Preise absichern. Er darf seine Aktien dann zu einem vertraglich definierten Preis verkaufen.

Bis dahin funktionieren Optionen und Optionsscheine weitestgehend gleich. Jedoch kann der Händler von Optionen zusätzlich auch als Versicherer auftreten und nicht nur die Versicherung in Anspruch nehmen!

Das bedeutet, dass der Verkäufer einer CALL Option einem anderen Marktteilnehmer die Möglichkeit einräumt zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Dafür erhält der Verkäufer eine Prämie. Vice versa ist dies auch bei PUT Optionen möglich.

Geht ein PUT Verkäufer davon aus, dass eine Aktie in einem bestimmten Zeitraum (Zum Beispiel 60 Tagen) nicht unterhalb eines bestimmten Betrages notiert, kann er somit eine Prämie für den NICHT-Kauf der Aktie erhalten.

Diese Möglichkeiten bieten sich einem Optionsschein Händler nicht. Er kann nie als sogenannter Stillhalter auftreten, das übernimmt immer die Bank.

Um mit Optionen handeln zu können bieten sich wieder die Profibroker von Interactive Brokers, LYNX und CapTrader an.

Binäre Optionen?

Binäre Optionen kann man bei keinem Online Broker handeln und wir bieten entsprechend auch keinen Vergleich an. Es handelt sich dabei um Wetten auf Kurse, die zudem ein schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen. Deswegen ist es zu Recht europaweit verboten.

Fonds und ETFs

Fonds und ETFs lassen sich grundsätzlich bei jedem Online Broker handeln. Wie im Abschnitt über die Risikoklassen dargestellt, sind Fonds mit der Risikoklasse „D“ weniger risikoreich als Einzelaktien. Das liegt an der Streuung auf mehrere, oder sogar sehr viele Assets. Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden Fondsanteile nur von den Fondsgesellschaften ausgegeben.

Was ist ein Fonds

Sie müssen bei jeder eingehenden Order (z.B. dem Fondssparen) eine Abbild-Transaktion auf dem entsprechenden Markt durchführen und die im Fonds einbezogenen Underlyings entsprechend kaufen.

Außerdem sind in den Ausgabeaufschlägen häufig die Marketingkosten der Versicherungsgesellschaften abgebildet.

Für das eher umständliche Handling und die Verrechnung wurde deswegen bei jeder Transaktion ein Ausgabeaufschlag berechnet. Dieser ist in der Regel ein Prozentsatz des Ordervolumens. Mittlerweile gibt es aber die eine oder andere Direktbank, welche auch Fonds ohne Aufschlag ausgeben: Sie verzichten zu Gunsten ihrer Kunden auf die Provisionen.

Was ist ein ETF

Ein ETF hingegen ist ein „Exchange Traded Fonds“, also ein an der Börse gehandelter Fonds. Der Kunde kann die Anteile einfach über seinen Broker online kaufen oder verkaufen. Der ETF gibt eine feste Anzahl an Anteilen aus, die dann untereinander gehandelt werden können.

Das läuft normalerweise ohne größere Probleme ab. Aber es führt gelegentlich auch zu einer ungewöhnlichen Verzerrung: Es kann nämlich passieren, dass der ETF-Anteil teurer (oder billiger) ist, als hätte man die dem ETF zugrundeliegenden Assets gekauft.

Der Grund dafür ist, dass sich fast Marktteilnehmer in einigen Situationen auf einer Seite befinden: Entweder der Kauf- oder der Verkaufseite.

Ein Beispiel

  • Es wird eine Nachricht publik, die einen Kaufrausch für ETF auslöst. Zum Beispiel, dass die Bundesregierung keine Steuern mehr auf Buchgewinne eines ETF erheben möchte. In dem Fall wollen innerhalb kürzester Zeit ganz viele Marktteilnehmer ihr Geld in ETF umschichten.
  • Doch da das Angebot an Anteilen an einem Tag fix ist und erst später angepasst werden kann, sind alle von der Bank für einen Tag ausgegebenen Anteile vergeben. Und das schon am Mittag. Es liegen aber noch viele Limit-Order im Markt, und Market-Order (kaufen, koste es was es wolle) kommen auch immer wieder rein. Die Nachfrage nach Anteilen ist also weiterhin hoch, der Kaufdruck ebbt nicht ab.
  • Nun betreten Arbitrageure (und weiter oben liegende Limit-Order) das Spielfeld und verkaufen zu höheren Preisen, da sie wissen, dass es sich lohnt, am nächsten Tag bei wieder schwächeren Kursen einzusteigen. Sie bedienen den Kaufrausch Stück für Stück.
  • Umgekehrt könnte auch ein Verkaufsdruck in den Markt kommen, dann kann ein ETF auch überproportional fallen. Das passiert aber recht selten.

Fondssparer und ETF-Sparer

Im Online Broker Vergleich befinden sich auch Banken, die für Fondssparer und ETF-Sparer einen besonderen Service bieten: Bei Einrichtung eines Sparplans zahlt der Kunde hier keine Ordergebühren. Das ist besonders spannend, wenn ein monatlicher Sparplan über einen geringen Betrag eingerichtet wird. Es sorgt nämlich dafür, dass die Rendite der Sparer nicht durch Transaktionskosten geschmälert wird.

Diese Gebührenbefreiung wird jedoch nicht für jeden ETF angeboten. Meistens beschränkt man sich auf besonders beliebte ETFs und wechselt die Produkte auf gelegentlich. Hier ist Vorsicht geboten.

Je nach Depot-Broker gibt es zwei unterschiedliche Modelle: Die meisten bieten bei Einrichtung eines Sparplans von mindestens 25 oder 50€ eine Gebührenbefreiung an.

Andere wiederum verzichten auch bei größeren Orders auf die Gebühr. Flatex beispielsweise erlässt auch bei Einmalorders von ausgewählten ETFs ab 1.000 € Anlagebetrag die Transaktionskosten.

Top 10 beliebte Aktien-ETFs

ETF-Name

Region

TER %

Aus- schüt- tung

Replika- tionsart

AuM in Mio. €

iShares Global Clean Energy UCITS ETF

Welt

0,65

Ja

Physisch

4.713

iShares Core MSCI World UCITS ETF (Acc)

Welt

0,20

Nein

Physisch

25.160

Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist)

Welt

0,22

Ja

Physisch

5.775

iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)

Welt

0,46

Ja

Physisch

1.619

iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (Acc)

Emerging Markets

0,18

Nein

Physisch

15.283

iShares Healthcare Innovation UCITS ETF

Welt

0,40

Nein

Physisch

1.847

Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF (Dist)

Welt

0,29

Ja

Physisch

1.182

VanEck Vectors Video Gaming and eSports UCITS ETF

Welt

0,55

Nein

Physisch

914

iShares Electric Vehicles and Driving Technology UCITS ETF

Welt

0,40

Nein

Physisch

447

L&G Battery Value-Chain UCITS ETF

Welt

0,49

Nein

Physisch

562

Quelle: extraetf.com, Stand 01.03.2021

Top 10 beliebte Sparplan ETFs

ETF-Name

Region

TER %

Aus- schüt- tung

Replika- tionsart

AuM in Mio. €

iShares Core MSCI World UCITS ETF (Acc)

Welt

0,20

Nein

Physisch

25.160

Lyxor MSCI World UCITS ETF

Welt

0,30

Ja

Synthetisch

2.992

Lyxor MSCI World (LUX) UCITS ETF

Welt

0,20

Ja

Synthetisch

2.346

Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF

Welt

0,45

Nein

Synthetisch

2.910

iShares Core DAX UCITS ETF (DE)

Eurozone

0,16

Nein

Physisch

6.248

iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE)

Europa

0,20

Ja

Physisch

5.754

iShares Core S&P 500 UCITS ETF

Nordamerika

0,07

Nein

Physisch

33.902

iShares NASDAQ-100 UCITS ETF (DE)

Nordamerika

0,31

Ja

Physisch

2.132

iShares TecDAX UCITS ETF (DE)

Eurozone

0,51

Nein

Physisch

942

iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (Acc)

Emerging Markets

0,18

Nein

Physisch

15.283

Xtrackers DAX UCITS ETF

Eurozone

0,09

Nein

Physisch

3.693

iShares MDAX UCITS ETF (DE)

Eurozone

0,51

Nein

Physisch

1.699

Xtrackers MSCI World UCITS ETF (Acc)

Welt

0,19

Nein

Physisch

5.501

Quelle: extraetf.com, Stand 01.03.2021

Welche Aktien handeln

Auch Aktien lassen sich über einen online Broker per Sparplan handeln. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Aktien. Nicht jede Aktie lässt sich mit einem Sparplan besparen. Meistens sind Sparpläne auf Aktien mit hoher Marktkapitalisierung beschränkt.

Im folgenden Abschnitt möchte ich auf einige unterschiedliche Aktien-Typen eingehen.

Small Caps, Mid Caps & Large Caps

Die Unterscheidung zwischen Small Caps, Mid Caps und Large Caps ist eine Marktsegmentierung auf Basis der Marktkapitalisierung.

Als Small Cap werden Aktien mit einer geringen Marktkapitalisierung bezeichnet. Was dabei gering und was hoch kapitalisiert ist, ist eine Frage des betrachteten Marktes.

Mid Caps wiederum sind Aktien mit einer „durchschnittlichen“ Marktkapitalisierung bezogen auf den Betrachtungsmarkt.

95 Prozent aller Aktien sind Small oder Mid Caps

Diese beiden Segmente machen von der Anzahl her den größten Part aus. es können also durchaus 95% aller Aktiengesellschaften eines Marktes diesen beiden Segmenten zugeordnet werden.

Der zahlenmäßig kleinere Teil, aber dafür viel gewichtigere, sind die large Caps. Im deutschen Markt bezeichnet man alle Mitglieder des DAX als large Caps. Denn der DAX ist schließlich ein sogenannter Blue-Chip Index, in dem die am höchsten kapitalisierten Unternehmen Deutschlands zusammengefasst sind.

Es handelt sich bekanntlich um lediglich 30 Werte, die aber nahezu 80% des gesamten Grundkapitals deutscher Aktiengesellschaften ausmachen. Der Wert dieser 30 Unternehmen liegt übrigens laut Wikipedia rund 1,2 Billionen Euro.

Allerdings gibt es keine allgemeingültige Einteilung. Je nach Markt können hier unterschiedliche Werte gelten. Das heißt, dass ein Unternehmen, das sich im Index eines sehr kleinen Landes befindet und dort einen „Large Cap“ darstellt, auf diesem Markt zwar einen großen Einfluss hat, aber auf einem anderen Markt wiederum als klein gilt.

Die Large Caps

  • Die Webseite Investopedia bezeichnet einen large Cap als ein US-amerikanisches Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 10 Milliarden USD oder mehr. Diesem Kriterium werden rund 620 Werte gerecht.
  • Knapp 890 amerikanische Aktienunternehmen kann man den Mid Caps zuordnen. Sie haben eine Marktkapitalisierung von 2 Milliarden bis 10 Milliarden US-Dollar.
  • Die restlichen rund 2900 Aktienunternehmen der USA gehören zu den Small Caps, die jeweils einem Marktkapitalisierung von $300 Mio. bis $2 Milliarden besitzen.
  • Insgesamt gab es 2019 circa 4400 börsennotierte Aktiengesellschaften in der USA. Damit sind rund 8,3% aller weltweit bekannten Aktiengesellschaften in der USA registriert: Die Anzahl aller Unternehmen lag bei gerundet 53.300.

Nicht zuletzt daran sieht man wie wichtig der amerikanische Aktienmarkt für den Rest der Welt ist. Müsste ich mich entscheiden nur einen einzigen Markt handeln zu dürfen, dann wäre das eindeutig der US-Markt.

Die 10 größten Aktienunternehmen der USA

Das sind die 10 größten US-Aktiengesellschaften:

Unternehmen Marktkapitalisierung
Apple $2.140 Mrd.
Microsoft $1.874 Mrd.
Amazon $1.621 Mrd.
Alphabet $1.501 Mrd.
Facebook $871 Mrd.
Tesla $660 Mrd.
Berkshire Hathaway $610 Mrd.
JPMorgan Chase & Co. $465 Mrd.
Visa $464 Mrd.
Johnson & Johnson $430 Mrd.

Dividendenaktien

Eine weitere grobe Unterscheidung zwischen verschiedenen Aktien ist die Einteilung in ausschüttende und nicht ausschüttende Aktien. Ein ausschüttendes Aktienunternehmen zahlt in einem regelmäßigen Abstand Eigenkapital an die Aktionäre aus.

Ein Aktien-Broker ist dafür zuständig, dass diese Dividende auf dem Depotkonto des Kunden verrechnet wird. Dabei sollte man auf der Suche nach dem richtigen Depotkonto besonders auf die Konditionen für diese Transaktion achten. Zumindest, sofern man plant, eine Dividendenstrategie zu verfolgen.

Denn hier gibt es gewaltige Unterschiede. Einige deutsche Broker bieten sehr gute Konditionen für deutsche Aktiengesellschaften an. Doch, sobald eine Dividende aus dem nicht-deutschen Ausland kommt, greifen die Broker mit teilweise horrenden Gebühren zu.

Dank immer stärkerer auch aus dem internationalen Ausland kommenden Konkurrenz hält sich hier die Zahl der „schwarzen Schafe“ zum Glück in Grenzen.

Pennystocks handeln

Auch beim Handel von Penny Stocks muss man sehr genau auf die Gebühren der online Broker achten. Gerade die sogenannten „Neobroker“ können hier schnell zu einer Kostenfalle werden. Das Besondere an diese Brokern ist nämlich, dass sie in der Regel nur eine sehr überschaubare Zahl an handelbaren Marktplätzen anbieten.

Und da Pennystocks in der Regel sehr kleine und sehr illiquide Unternehmen sind, werden diese auf den dort angebotenen Marktplätzen quasi gar nicht gehandelt. Vor allem dann nicht, wenn der Neobroker nur deutsche Handelsplätze anbietet, das Unternehmen aber seine Heimatbörse an einem amerikanischen Standort hat.

Das Resultat sind sehr hohe Spreads (das ist die Differenz zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs) oder im Zweifelsfall eine Nichthandelbarkeit.

Ganz unabhängig davon ist einem Anfänger nicht zu raten, Penny Stocks zu handeln. Denn die Aktien unter $2.5 oder gerne auch weit unter einem Dollar sind in der Regel sehr volatil. Und auch ein kleiner Händler kann schnell einen signifikanten Einfluss auf den Preis haben.

Einige kapitalkräftigere Privathändler haben sich auf diese Art Aktien spezialisiert. Häufig liegt das Geschäftsmodell nah am Rande der Legalität. Denn es ist ein Leichtes, sich zunächst mit einer Position einzudecken, nur um dann möglichst viele andere Marktteilnehmer dazu zu bringen es ihm gleichzutun. Das Resultat sind stark steigende Kurse und der Pump and Dump beginnt.

Nicht nur in den Vereinigten Staaten ist das illegal. Jemandem der dieser Art von Marktmanipulation überführt wird, droht nicht selten ein lebenslanger Ausschluss von den Börsen. Eines der prominentesten Beispiele dafür ist der „Wolf of Wall Street“ Jordan Belfort.

Emerging Markets

„Emerging“ bedeutet übersetzt „entstehend“ oder „aufstrebend“. Damit sind im Allgemeinen Aktienmärkte gemeint, die sich in Entwicklungsländern oder Ländern mit stark wachsendem Wirtschaftswachstum befinden.

Ein guter und großer Broker bietet natürlich auch hier entsprechende Handelsmöglichkeiten an. Wer sich für den Handel mit Aktien aus nicht europäischen und nichtamerikanischen Ländern interessiert, sollte bei der Suche nach einem Depot die Augen offenhalten.

Denn häufig lassen online Broker nur den indirekten Handel mit derart unregulierten Märkten zu. Indirekt bedeutet in diesem Fall, dass man entsprechende ETF oder Fonds-Produkte handeln kann. Das geht tatsächlich bei jedem Broker und die entsprechenden Anbieter sind international bekannt. Das sind zum Beispiel Black Rock, iShares oder Vanguard.

REITs

Ein REIT ist ein „Real Estate Investment Trust“. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das so etwas wie „offener Immobilien Fonds auf Aktien“. Vor allem Immobilien-Investoren nutzen diese Art von proxy-Investitionen in Immobilien.

Denn der Vorteil liegt auf der Hand: dieses Konstrukt vereint die Vorteile von direkten Immobilieninvestments mit den Vorteilen von Aktieninvestments und zusätzlich die Sicherheit von anderen Fonds-Lösungen durch Diversifizierung.

Damit ein REIT als solches bezeichnet werden kann, gibt es gewisse Auflagen zu erfüllen. Einer davon ist, dass der Fonds 90% seiner Gewinne ausschütten muss. Das bedeutet, dass hier regelmäßig und sehr häufig eine Dividende ausgeschüttet wird. Nicht selten 12-mal im Jahr.

Ein weiterer Vorteil des Konstrukts ist, dass Unternehmen, die in einen REIT investieren für die ausgeschütteten Dividenden keine Steuern zahlen müssen. Das ergibt sich aus dem Steuerrecht für GmbHs.

Auch private Investoren nutzen die REITs gerne als einfache Immobilien-Investments, ohne dass man sich persönlich mit Mietern oder Objektverwaltung herumärgern muss.

Ein guter Onlinebroker sollte dann auf jeden Fall geringer oder keine Gebühren für die Auszahlung von Dividenden erheben.

IPO – Neuemissionen zeichnen

Nahezu jeder Broker gibt seinen Kunden die Möglichkeit bei einem IPO („Initial Public Offering“) neue Aktien zu zeichnen. Dabei ist es sehr wichtig zu verstehen, wie die Vergabe von neuen Aktien von statten geht.

Wenn es vor Börsengang mehr Interessenten gibt, als Aktien ausgegeben werden sollen, dann kann nicht jeder Kunde zu 100% bedient werden. häufig werden dann Quoten ausgehändigt. Das bedeutet: hat ein Kunde 100 Aktien gezeichnet und der IPO ist doppelt überzeichnet, bekommt der Kunde nur 1:2 Aktien. In dem Fall also 50 Stück.

Nicht selten werden aber unterschiedliche Broker auch unterschiedlich gerne bedient. Dabei gilt: je grösser der Broker, desto mehr Gewicht kann er gegenüber den emittierenden Gesellschaften einbringen.

Nicht nur wenn ein neues Unternehmen an die Börse geht, redet man von einer Neuemission. Auch bei der Verteilung von neuen Anleihen für Unternehmen oder Staaten.

Hier ist es auch sehr abhängig vom Broker, ob dieser seine Kunden darüber informiert, oder ob seine Zielkundschaft an derartigen Geschäften eher weniger interessiert ist.

Gerade Retailkunden schwanken hier sehr stark in ihrem Interesse. Derzeit ist das Thema IPO In aller Munde. Doch vor nicht allzu langer Zeit wollte man von neuen Unternehmen nichts wissen. Denn nicht selten fallen die Kurse der IPO nach einigen Monaten.

Das liegt daran, das dann häufig haltefristen bei den größeren Gesellschaften auslaufen. Es gibt bei den Inhabern und Fondsgesellschaften häufig ein Vorkaufsrecht. Und das zu einem günstigeren Preis. Als Auflage dafür müssen diese Marktteilnehmer zusichern, dass sie ihre Anteile erst ab einem gewissen Stichtag verkaufen.

Diesen Stichtag erkennen alle anderen Marktteilnehmer häufig plötzlich stark fallenden Kursen. Das bedeutet nicht, dass es dem Unternehmen schlecht geht, sondern lediglich, dass ein erhöhter Verkaufsdruck in den Markt gekommen ist.

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